Überlebender Polizist aus der Reha entlassen

Die erstaunliche Genesung des auf der Heilbronner Theresienwiese mit einem Kopfschuss lebensgefährlich verletzten Polizisten setzt sich fort. Nach Informationen unserer Zeitung ist der 25 Jahre alte Beamte aus der Reha-Klinik entlassen worden und nach Hause zurückgekehrt. Er wird nun in heimischem Umfeld ambulant behandelt.

Keine Erinnerung

An die Sekunden, als unbekannte Täter den Polizeibeamten und seine 22 Jahre alte Kollegin Michéle Kiesewetter am 25. April in ihrem Streifenwagen mit Kopfschüssen aus kurzer Distanz niederstreckten, kann sich der 25-Jährige weiterhin nicht erinnern. Die Heilbronner Polizei wollte diese neuen Informationen gestern weder bestätigen noch dementieren.

Die zwei Bereitschaftspolizisten saßen in ihrem geparkten Wagen und machten Mittagspause, als die Täter sich mutmaßlich von hinten dem Fahrzeug näherten und auf die ahnungslosen Polizisten feuerten. Die 22-jährige Beamtin starb am Tatort.

Wochen im Koma

Mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen war der Polizeibeamte ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mehrere Wochen lag er im künstlichen Koma auf der Intensivstation, wurde dann in eine Reha-Klinik verlegt. Ende Juni erfuhr die HSt, dass der schwer Verletzte unglaubliche Fortschritte gemacht und den Rollstuhl verlassen hatte. Die Prognose der Ärzte ging sogar dahin, dass der Mann trotz der Kopfschuss-Verletzungen möglicherweise wieder ganz gesund werden könne.

Als „ungewöhnlich” hatte ein Intensivmediziner am Klinikum Plattenwald eine solche Gesundung eingestuft. Falls keine bleibenden Schäden zurückbleiben sollten, hätte der Mann „ein Riesen-Glück gehabt”.



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