Rech plant DNA-Datei für Polizisten

Stuttgart - Nach den Pannen um das „Phantom von Heilbronn“ will Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) Konsequenzen für die Ermittlungsarbeit ziehen. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“ sollen in einer zentralen Datenbank die DNA-Profile aller baden-württembergischen Polizisten gespeichert werden, die an Tatorten Spuren sichern. Auch Mitarbeiter von Kriminal-Laboren sollten ihre Erbgut-Profile einspeisen lassen. Entsprechende Empfehlungen eines Expertenkreises, der nach der DNA-Panne bei den Ermittlungen in Heilbronn eingerichtet worden war, wolle Rech Ende März dem Innenausschuss des Landtags vorschlagen.

Nach dem Mord an einer Polizistin in Heilbronn hatten die Ermittler anhand von DNA-Spuren monatelang nach einer angeblichen Serientäterin gesucht, die es aber nicht gab. Im März vergangenen Jahres stellte sich dann heraus, dass die DNA von einer Mitarbeiterin stammte. Sie hatte Wattestäbchen verpackt, die bei der Ermittlungsarbeit benutzt worden waren.

Künftig müssten DNA-Spuren, die bei Kriminalfällen gesichert werden, immer mit den neuen Dateien abgeglichen werden, zitiert der „Focus“ aus dem Abschlussbericht der Expertengruppe. So ließen sich Trugspuren wie im Fall des „Phantoms“ vermeiden. Um die Persönlichkeitsrechte der Polizeibeamten zu schützen, sollen ihre Daten in anonymisierter Form gespeichert werden.




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