Polizistenmordfall: BKA gibt Fehler zu

Im thüringischem Oberweißbach wuchs Michele Kiesewetter auf. Foto: dpa

 

Heilbronn/Wiesbaden - Erneute Wende bei den Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenmord: Jetzt ist wieder unklar, ob die Polizistin Michele Kiesewetter in einer direkten Beziehung zu dem Zwickauer Neonazi-Trio stand.

Das Bundeskriminalamt (BKA) korrigierte seine Aussage, die aus Thüringen stammende Beamtin habe gegenüber dem Vereinslokal gewohnt, das von der rechten Szene für Treffen genutzt wurde: „Diese Aussage muss nach heutigem Erkenntnisstand insofern berichtigt werden, als sie gegenüber diesem Vereinslokal nicht gewohnt hat, sondern vielmehr nicht unweit davon zur Schule gegangen ist.“

Anfang der Woche hatte der BKA-Präsident Jörg Ziercke im Innenausschuss des Bundestags noch von der Möglichkeit einer Beziehungstat gesprochen. „Der BKA-Präsident hat zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass die Polizeibeamtin in rechtsextremen Kreisen verkehrt hat oder der rechtsextremen Szene angehörte“, betonte die Behörde am Mittwochabend in Wiesbaden.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) hatte bereits am Dienstag betont, die angebliche persönliche Verbindung zwischen der in Heilbronn ermordeten Polizistin und dem Neonazi-Trio sei eine Spekulation: „Unsere Ermittlungsbehörden haben bisher keine gesicherten Erkenntnisse über eine Beziehungstat.“ lsw

 




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