Michéle Kiesewetters Großvater hofft auf Sühne

Von Carsten Friese

Kiesewetter

Oberweißbach/Heilbronn - Mit Hochspannung verfolgt Fritz Wenzel die neuen Spurenfunde zum Polizistenmord von Heilbronn. „Dass es so weit gekommen ist, freut uns“, sagt der Großvater von Michéle Kiesewetter auf Stimme-Anfrage.

Jetzt, nachdem drei Tatverdächtige aus Sachsen im Visier der Ermittler sind, die Dienstwaffe seiner Enkelin und eine mögliche Tatwaffe bei den Schwerkriminellen gefunden wurden, hat er wieder Hoffnung. Kollegen von Michéle hätten immer gesagt, die einzige Möglichkeit zur Aufklärung gebe es, „wenn die Dienstwaffen mal gefunden werden“. Nach viereinhalb Jahren ist es so gekommen. Und Fritz Wenzel hofft, dass die „sinnlose Tat“ noch gesühnt werden kann.

Dass der Generalstaatsanwalt in Stuttgart den Fall bereits für aufgeklärt hielt, hat ihn geärgert. „So was macht man nicht. Man soll die Ermittler doch in Ruhe arbeiten lassen.“ Bilder und Namen der drei Tatverdächtigen hat er in der Zeitung gesehen. Er kennt die zwei Männer und die Frau nicht. „Das kann keine Verbindung zu Michéle sein.“

Falls die toten Bankräuber die Täter sein sollten, fände der 72-Jährige es schlimm, weil man dann „niemand zur Rechenschaft ziehen könnte“. Doch nun glaubt auch Fritz Wenzel, dass die Ermittler ganz nah dran sind. Belege sind für ihn die Handschellen seiner Enkelin, die bei dem Trio entdeckt wurden. „Die besorgt man sich nicht auf dem Schwarzmarkt. So was kann man in jedem Armeeshop kaufen.“ 


 




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