Gen-Spur des Phantoms wird EU-weit überprüft (30.06.07)
Im Polizistenmordfall ziehen die Heilbronner Ermittler jetzt europaweite Kreise. Um weitere Informationen über die mysteriöse Serientäterin zu bekommen, deren DNA-Spur am Streifenwagen der niedergeschossenen Polizisten entdeckt worden war, stellt die Sonderkommission über das Landeskriminalamt in einigen EU-Ländern Anfragen. Der entdeckte genetische Fingerabdruck soll dort mit den Datenbanken der Polizeibehörden abgeglichen werden.
Ost und West In wie vielen Ländern derartige „Rechtshilfegesuche“ gestellt wurden oder werden, konnte Pressestaatsanwältin Michaela Molnar am Freitag nicht sagen. Aber: In Holland sei die Anfrage erfolgt, Polen und Tschechien seien unter anderem dabei.
In Frankreich wird zudem eine Tatortspur auf eine Parallele zu dem Phantom überprüft, dem Polizeistellen in Süddeutschland seit 14 Jahren erfolglos hinterherjagen. Bisher haben die Heilbronner Ermittler noch keine Antwort aus Frankreich erhalten. 34 Länder in Europa haben nach Angaben des Landeskriminalamtes DNA-Datenbanken.
Kein Anstoß Keine Anstrengungen unternimmt die Staatsanwaltschaft, die DNA-Spur der mysteriösen Unbekannten in anderen Ländern mit weniger strengen Gesetzen über die Auswertung des genetischen Codes untersuchen zu lassen. Haar-, Augenfarbe oder Hauttyp könnten über ein DNA-Muster bestimmt werden, was in Deutschland verboten ist. „Wir werden so etwas nicht anstoßen“, sagte Molnar. Derartige Erkenntnisse wären aus rechtlicher Sicht in Deutschland nicht verwertbar, vermutet die Staatsanwältin. cf
Bildergalerien zum Polizistenmord
Archivsuche
- Hauptnavigation Freizeit
- Themen Anzeigen
- Links
- Service


