Beate Z. schweigt - Vernehmungen abgebrochen

467 ohne Fading-Effekt
Heilbronn/Zwickau - Die Polizei hat die Spurensuche im abgebrannten Versteck der mutmaßlichen Bankräuber aus Zwickau weitgehend abgeschlossen. Im Laufe des Tages solle die Arbeit in den Trümmern des Hauses beendet werden, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. „Alle Beweisstücke müssen dann getrocknet, sortiert und zur Auswertung vorbereitet werden“, erklärte er. Das Feuer soll die 36 Jahre alte Beate Z. gelegt haben, die dort mit dem Bankräuber-Duo zusammengelebt hatte.

Das Trio steht auch im Zusammenhang mit dem Mord an der Heilbronner Polizistin Michéle Kiesewetter vor viereinhalb Jahren unter Verdacht. Die mutmaßliche Brandstifterin Beate Z. sitzt derzeit in Untersuchungshaft, schweigt aber beharrlich zu den Vorwürfen.

Eine erneute Vernehmung sei nicht geplant, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Antje Dietsch, am Freitag. „Die Frau hat von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und das müssen wir erst einmal akzeptieren.“ Es habe keinen Sinn, sie alle zwei Stunden wieder vorzuladen.

Die zwei Mitbewohner sollen sich vor einer Woche nach einem Banküberfall in Eisenach selbst getötet haben. Bei ihren Leichen in einem Wohnmobil fanden die Ermittler auch die Dienstwaffe der getöteten Heilbronner Polizistin. lsw

 

 




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