Tierquälerei: Katze beschossen

Untergruppenbach - „Massive Tierquälerei“ nennt es die Polizei, was sich zum wiederholten Mal in Untergruppenbach abgespielt hat. Am Montag hatte ein Unbekannter auf eine Hauskatze geschossen, die frei im Ort unterwegs war.

Die dreijährige Katze Mona „kam abends an und hat laut geschrien vor Schmerzen“, berichtet der 49-jährige Katzenbesitzer auf Nachfrage. In der Tierklinik ergab eine Röntgenaufnahme, dass das Tier von zwei sogenannten „Spitzkopf-Diabolos“ getroffen worden war – von bis zu vier Millimeter großen Projektilen aus Blei, die Schützen in Luftdruckwaffen für Präzisionsschüsse auf größere Entfernungen oder zur Schädlingsbekämpfung verwenden.

Auf Mona sei schon mal geschossen worden, sagt der Mann. Auch ein früherer Kater habe drei Kugeln abbekommen. Die Polizei verweist darauf, dass im November 2009 die Katze einer anderen Untergruppenbacher Familie ebenfalls durch derartige Geschosse verletzt wurde. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass es derselbe Täter ist“, sagt Polizeisprecher Harald Schumacher.

Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei und einem möglichen Verstoß gegen das Waffengesetz. Zeugen, die Verdächtiges beobachtet oder Schüsse gehört haben, können sich unter Telefon 07131/104-2604 melden. Ob die Projektile aus einem Gewehr oder einer Pistole stammen, ist derzeit noch unklar.  red/cf

31.03.2010

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