Sportler trotzen Eis und Schnee

367 Teilnehmer beim Nikolauslauf am Start

Von Ute Knödler

Sportler trotzen Eis und Schnee
Vorsicht war bei den winterlichen Temperaturen mit Eis und Schnee beim Nikolauslauf geboten. 367 Läufer waren auf der Strecke unterwegs. Einige Läufer verzichteten aufgrund der schwierigen Verhältnisse auf einen Start.Foto: Ute Knödler

Ilsfeld - Trotz Eis und Schnee auf der Laufstrecke starteten in Ilsfeld am gestrigen Sonntag 367 Läufer beim 18. Nikolauslauf des Sportclubs. Zusätzlich waren es noch einige Walker, die in diesem Jahr die zehn Kilometer lange Strecke jedoch ohne Wertung auf sich nahmen.

Kleine Runde Am Sportheim in der Brückenstraße fing der Lauf erst mit einer kleinen Runde im Ort an, bevor es auf dem Wanderweg bis zur Oettinger-Mühle weiterging. Dort musste dann eine Steilstrecke bewältigt werden, ehe der Weg zurück auf der gleichen Strecke angetreten wurde. Am Schluss galt es noch eine Runde im Stadion zu bewältigen.

Rund 500 Läufer waren im vergangenen Jahr dabei. "Witterungsbedingt sind einige nicht gestartet", berichtete Sven Seitz. Der Verein sei positiv überrascht, dass trotzdem so viele Läufer mitmachen. "Die Verletzungsgefahr ist schon höher als sonst", gab der Zweite Vorsitzende des SC Ilsfeld zu bedenken. Außerdem seien die Wettervorhersagen etwas uneinheitlich gewesen. Ganz spontane Läufer seien bei dem Wetter eher die Ausnahme.

Steffen Waglöhner aus Ilsfeld hatte sich nicht besonders auf diesen Lauf vorbereitet. "Ich trainiere ja bei dem Wetter auch zweimal in der Woche", sagte er. Doch gehe es ihm sowieso nicht um eine Bestzeit. "Dabeisein, ist alles". Außerdem treffe er hier viele Bekannte.

Warnung Punkt halb elf eröffnete Dietmar Boger den Lauf mit einem Schuss. Zuvor warnte er noch mal zur Vorsicht wegen Glätte durch Eis und Schnee. "Es kann hier keine Bestzeit gelaufen werden", mahnte er. Mit dem Fahrrad führte Dietmar Bolg, einer der beiden Zweiten Vorsitzenden des SC, die Truppe an. "Es wird sich zeigen, ob ich wirklich vorne bleiben kann", meinte er und lachte. Den Berg hinauf seien die Läufer nämlich eindeutig schneller als er. Die Läufer starteten mit Mütze, Handschuhen oder Schal. Andere wiederum in kurzer Hose und T-Shirt. Mit Nikolaus-Mütze und -jacke waren einige dabei.

Schon durch die kleine Runde im Ort führte der Titelverteidiger Patrick Reischle die Truppe mit deutlichem Vorsprung an. Zahlreiche Zuschauer feuerten die Sportler an. Dieter Wimmer aus Talheim hält das für sehr wichtig. Wegen einer Verletzung konnte er selbst nicht laufen. Doch er weiß: "Wenn man angefeuert wird, bekommt man eine Gänsehaut, man fühlt sich nicht mehr müde und läuft bestimmt rund 300 Meter lang wie auf Wolken."

Mit einem großen Sack wartete Adolf Grottenthaler vom LAZ Salamander Ludwigsburg/Kornwestheim auf vier Läufer, die er betreute. "Ich habe Jacken dabei, die sie nachher anziehen können", erklärte er. Die Schneeverhältnisse machten es den Sportlern nicht gerade einfach. Auf dem Hinweg, solange man noch richtig Kraft habe, gehe das schon noch, erklärte Gesamtsieger Patrick Reischle. "Doch der Rückweg ist richtig hart."

Spaßfaktor Der zweite Sieger, der 17-jährige Jonathan Voige von der LAZ Salamander konnte sein Glück kaum fassen. Mehr um den Spaß ging es Michael Stricker aus Backnang. Im Nikolauskostüm schleppte er einen kleinen Sack auf der Schulter mit sich. Auch einen Fotoapparat trug er am Gürtel. "Ich habe unterwegs Stimmungen eingefangen", erklärte er.

Zum ersten Mal war Leonardo Goldschmidt aus Schwaigern dabei: "Es hat Spaß gemacht, war aber anstrengender als gedacht."

Das Spanferkel für die schnellste Mannschaft sicherten sich wie im vergangenen Jahr die Roy-Sports aus Ludwigsburg, das Weinpräsent für die zahlenmäßig größte Mannschaft bekam wie bisher in jedem Jahr der TSV Talheim.