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Sportgymnastin mit Eleganz und Ehrgeiz
Von unserer Mitarbeiterin Karin Freudenberger
Weinsberg - Als Marlene Frank mit drei Jahren ins Eltern-Kind-Turnen der Sportfreunde Gellmersbach ging, sagte ihre damalige Übungsleiterin zu ihrer Mutter: "Das wird mal eine gute Sportgymnastin. Sie macht alles so konzentriert." Diese Aussage hat sich bestätigt. Die mittlerweile 19-Jährige räumte an Titeln alles ab, was es in Württemberg zu gewinnen gibt, und war auch auf Bundesebene schon erfolgreich. Obwohl der Start in die Rhythmische Sportgymnastik erst relativ spät erfolgte. "Ich ging zum Mühlrainhallen-Fest, und mir gefielen die Vorführungen so gut", erklärt Frank den Willen zur Karriere.
Anfänge Die wäre allerdings fast schon wieder beendet gewesen, noch bevor sie begann. Denn die Gellmersbacherin war beim Eintritt in die Abteilung Rhythmische Sportgymnastik des TSV Weinsberg schon acht Jahre. Und damit eigentlich "viel zu alt". Die Kameradinnen um sie herum hatten fast alle mit vier Jahren angefangen. Waren in ihrer sportlichen Entwicklung meilenweit entfernt. Und die Gellmersbacherin hätte fast wieder aufgehört. Doch dann kam ihr fester Wille ihr zu Hilfe, und auch Ilse Hall erkannte das Talent. Eine Trainerin, von der die Gellmersbacherin heute noch schwärmt.
Ein Jahr nach ihrem Start gewann Frank auf Gauebene in der Mannschaft den ersten Titel, ein Jahr später auch im Einzel. In jenem Jahr erreichte sie auch erstmals auf württembergischer Ebene den Titel Landesmeisterin. Und wurde seither so etwas wie eine Abonnementssiegerin. Denn bei jeder Teilnahme landete sie ganz oben auf dem Treppchen, turnte sich mit Ball, Band, Keule, Reifen und Seil zur Meisterschaft.
Einen weiteren Titel gab es mit Katharina Oppermann 2007 im Landesfinale Synchron. Zwei Jahre später landete dieses Duo sogar im Bundesfinale auf dem zweiten Platz. Fast hätte es beim Internationalen Deutschen Turnfest 2009 ebenfalls zum Sieg gereicht, nur 0,05 Punkte fehlten.
Ihre jetzige Trainerin Cornelia Stadler sieht den Grund für diese Erfolge vor allem im großen Ehrgeiz. Und lobt die 19-Jährige auch dafür, dass sie bereits die Kampfrichter-Lizenz auf Gau- und Landesebene besitzt. Dazu kommen die Trainerausbildung und die Funktion als Pressewartin der Sportgymnastikabteilung.
Fragt man die Sportlerin nach ihren Vorlieben, kann sie sich nicht entscheiden: "Ich turne mit allen Handgeräten gleich gerne." Die fünf sind der Grund für ihre Begeisterung für diese Sportart. Deshalb habe sie auch nie mit Ballett begonnen, obwohl sie gerne tanze. Die Grazie komme bei der Rhythmischen Sportgymnastik am Deutlichsten heraus.
Zweimal pro Woche ist Training. Vor Wettkämpfen reichen die fünf Stunden jedoch nicht aus. Und wenn die Abiturientin des Weinsberger Kerner-Gymnasiums mal eine Hohlstunde hat, sucht sie sich einen Platz in der Sporthalle.
Wünsche Zwei große Wünsche von Marlene: "Ich würde gerne zusammen mit meiner Freundin Katharina Oppermann beim Landesturnfest in Heilbronn im Mai im Synchronwettkampf gewinnen und das Bundesfinale Kür in Berlin erreichen." Danach wird es erst einmal einen Bruch in der sportlichen Laufbahn geben, denn nach dem Abitur steht das Studium an. "Vielleicht etwas mit Sport", ist sich die junge Frau noch nicht sicher. Immerhin sind ihre weiteren Hobbys Skifahren, Snowboard, Tanzen und Volleyball sportlicher Natur.
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