Laufboom beim Nikolauslauf hält an

Knapp 600 Frauen und Männer starteten über zehn Kilometer - Sieg der Favoriten

Von Marc Thorwartl

Laufboom beim Nikolauslauf hält an
Ein dichtes Gedränge herrschte am Start des Nikolauslaufes. Die Favoriten sicherten sich in der ersten Reihe eine gute Ausgangsposition.

Foto: Marc Thorwartl

Am Startplatz herrschte bei bestem Laufwetter ein dichtes Gedränge. Knapp 600 Teilnehmer versuchten beim Nikolauslauf des SC Ilsfeld, sich bereits im Vorfeld eine gute Ausgangsposition für das zehn Kilometer lange Rennen zu sichern. Als dann der Startschuss fiel, spurteten die Favoriten in den ersten Reihen los, als ob es darum ginge, eine Kurzstrecke zu bewältigen.

„Wir erwarten die ersten Läufer in etwas mehr als 30 Minuten im Ziel“, sagte Monika Burkhardt und lehnte sich zum ersten Mal an diesem Tag entspannt in ihren Sessel zurück. Die Studentin und Abteilungsleiterin der Leichtathletik des SC Ilsfeld hatte in den vergangenen Tagen und Stunden mit der Erstellung der Meldelisten alle Hände voll zu tun. „Wir hatten 358 Voranmeldungen erhalten und kurzfristig sind fast weitere 300 Läufer dazugekommen. Der Laufsport boomt.“

Voranmeldung Die Möglichkeit, sich am Vorabend des Laufs anzumelden und den Transponder, der die Laufzeit übermittelt und die Startnummer zu besorgen, ist neu. Das Organisationsteam um Heiko Siebert, Monika Burkhardt sowie Annette und Klaus Wengert ist immer auf der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten.

Mit der überwältigenden Resonanz am Vorabend hatte aber keiner gerechnet. Am Starttag selbst entrichteten nur noch wenige Läufer das Startgeld von sieben Euro oder schrieben sich in die Meldeliste ein.

Die Strecke führte zuerst in einer kleinen Schleife durch Ilsfeld und dann entlang der Schozach zur Oettingermühle, vorbei an einem leicht ansteigenden Streckenabschnitt zurück durch ein Waldstück erneut entlang der Schozach zum Zieleinlauf im Stadion des SC Ilsfeld.

„Der Streckenverlauf war viel angenehmer als im letzten Jahr“, sagte Anja Reinhard von der LG Weinstadt, die sich als Siegerin bei den Damen nach einer Laufzeit von 38 Minuten und 18 Sekunden neben dem Preisgeld in Höhe von 60 Euro auch einen gläsernen Pokal sicherte. Den erhalten übrigens alle Sieger der unterschiedlichen Altersklassen.

Jüngster Teilnehmer war Johannes Bauer vom Ausrichter SC Ilsfeld. Mindestens zehn Jahre muss ein Läufer laut Verbandsvorgaben alt sein, um bei der Mittelstrecke zu starten. Bauer, Jahrgang 1996, erfüllte die Norm. Der älteste Teilnehmer war der 74-jährige Günther Schulze.

Bei den Aktiven siegte der für das Sparda Team Rechberghausen laufende Michael Pfeiffer aus Markgröningen in 31 Minuten und 18 Sekunden. „Ab Kilometer acht hatte ich mir einen ausreichenden Vorsprung herausgelaufen, den ich dann nur verwalten musste“, sagte er wenige Sekunden nach dem Zieleinlauf. Dann drehte er sich um und joggte weiter. „Ich muss mich jetzt auslaufen“, waren seine letzten Worte, ehe er aus dem Stadionrund entschwand.