"Partei der Vernunft" gegründet

Heilbronn - Jürgen Stattelmann aus Bad Wimpfen Vorsitzender der regionalen Sektion

Heilbronn - Raus aus dem Euro. Zehn Prozent Steuern und Abgaben sind genug. Schluss mit der Klimahysterie. Das sind die drei zentralen Forderungen der "Partei der Vernunft" (PdV). Einen Ableger dieser im Mai 2009 gegründeten und bundesweit agierenden Partei gibt es jetzt auch im Unterland: Mitte des Monats wurde die Vernunft-Sektion für den Stadt- und Landkreis Heilbronn ins Leben gerufen. Vorsitzender ist Jürgen Stattelmann. Der 30-Jährige kommt aus Bad Wimpfen und ist von Beruf Verkaufsberater für Oberflächentechnik. Ihm zur Seite stehen der Diplomphysiker Dieter Glatting (47) aus Lauffen und Daniel Gorsler (24), Student der Verkehrsbetriebswirtschaft an der Hochschule Heilbronn.

"Wir fordern den Ausstieg aus dem Euro, aber nicht die Rückkehr zur D-Mark", sagt Stattelmann. Vielmehr müsse das Geldmonopol der Zentralbanken abgeschafft und ein Geldsystem, das die Wertigkeit − zum Beispiel Gold − behalte, eingeführt werden.

Ferner fordert die "Partei der Vernunft" die Beschränkung der EU auf eine Zollunion, lehnt die Haftung Deutschlands für die Schulden anderer Länder ab, hält eine Mehrwertsteuer von zehn Prozent für angemessen und glaubt, die Umwelt werde am effektivsten geschützt, wenn Eigentumsrechte "strikt verteidigt werden". Dabei gilt nach den Worten von Glatting das Motto: So viel Staat wie nötig, so wenig Staat wie möglich. Vergleiche mit der FDP lehnen die drei Gründungsmitglieder ab.

Die "Partei der Vernunft" ist nach eigenen Angaben eine Partei im Sinne des Grund- und Parteiengesetzes. Etabliert wurde sie von dem Wirtschaftsjournalisten Oliver Janich (Focus Money). Bundesweit hat die Partei derzeit 1000 Mitglieder. In Baden-Württemberg sollen bis Ende des Jahres 100 Personen das PdV-Parteibuch besitzen. jof