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Horkheimer Wehr wird saniert
Von unserem Redakteur Manfred Stockburger
Heilbronn - Seit 90 Jahren steht das Horkheimer Wehr im Neckar. An ihm trennt sich der schiffbare Kanal vom Altneckar, der wie eh und je an Nordheim vorbeifließt. Neben der Regulierung des Wasserstands im Kanal ist das Wehr auch für den Hochwasserschutz wichtig.
Aber die Technik aus den 1920ern ist in die Jahre gekommen, Rost frisst an den mächtigen Stahltoren und der Beton der Wehrpfeiler ist brüchig, heißt es bei der Wasser- und Schifffahrsverwaltung (WSV) des Bundes: "Die 80 Jahre alten genieteten Verschlüsse weisen großflächige Schäden des Korrosionsschutzes und zum Teil erhebliche Abrostungen auf."
Sicherheit Damit das Wehr auch zukünftig seine Aufgaben zuverlässig erfüllen kann, muss es grundlegend saniert werden. Aus Sicherheitsgründen sei nämlich nur noch eine der drei Klappen absenkbar, heißt es bei der WSV. Außerdem genügen die Antriebe des Wehrs mit ihren offenen Stirnradgetrieben nicht den heute geltenden Arbeitsschutzvorschriften. Die auf etwa 20 Millionen Euro veranschlagte grundlegende Sanierung des Wehrs beginnt in der kommenden Woche − und wird etwa sechseinhalb Jahre in Anspruch nehmen: Nacheinander müssen die Wehrfelder erneuert werden, indem der Grund gesichert wird, der Beton verstärkt und die gigantischen Schieber − im Fachjargon Schütz genannt − und ihre Antriebe bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden.
Bevor die eigentlichen Instandsetzungsarbeiten beginnen können, müssen im Bereich des Wehrs auf einer Länge von 120 Metern am Ufer Bäume gefällt werden, damit die Baustelle eingerichtet werden kann. Bis Mittwoch sollen die Rodungsarbeiten abgeschlossen sein.
Transport Die Bäume müssen unter anderem deswegen weichen, heißt es beim zuständigen Amt für Neckarausbau in Heidelberg (ANH), weil der Verbindungssteg zum Transport in die Reparaturwerkstatt auf ein Schiff verladen werden muss. Nach Abschluss des Großprojekts sollen die gerodeten Bäume durch Neupflanzungen ersetzt werden. Während der Rodungsarbeiten wird ein Wirtschaftsweg kurzzeitig gesperrt.
David Bystricky, der zuständige Projektleiter im ANH, geht davon aus, dass die eigentlichen Arbeiten am 23. März beginnen. Nach einer europaweiten Ausschreibung sei der Auftrag an die Firmen Heberger aus Schifferstadt und Künz aus Österreich vergeben worden.
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