Studenten sollen Stadt beleben

Von Gertrud Schubert und Joachim Friedl

Studenten sollen Stadt beleben

"Entweder es geht jetzt oder es geht gar nicht."

OB Helmut Himmelsbach

Heilbronn - Die Planung läuft an, auch wenn die Finanzierung noch nicht vollständig steht: Auf dem HVG-Gelände bei der Gaskugel wird für 1000 BWL-Studierende der Hochschule Heilbronn ein Neubau errichtet. Kostenpunkt: vier Millionen Euro. Spätestens zum Wintersemester 2012 sollen die Hörsäle und Seminarräume bezogen werden.

2000 Studenten

Gleich in der Nachbarschaft an der Mannheimer Straße entsteht der Bildungscampus für ebenfalls 1000 Studierende der Dualen Hochschule Mosbach (bisher Berufsakademie) und der privaten German Graduate School.

OB Helmut Himmelsbach bat in sein Amtszimmer und beschrieb die "historische Chance", den Wunschtraum Wirklichkeit werden zu lassen, dass viele Studierende die Innenstadt beleben: "Entweder es geht jetzt oder es geht gar nicht."

Alles steht und fällt mit Finanzierungsentscheidungen im Heilbronner Kreistag und der IHK-Vollversammlung. Sind sie bereit, die auf zehn Jahre jährlich versprochene Unterstützung der Hochschule Heilbronn (Landkreis 70 000, IHK 100 000 Euro) in Investitionskostenzuschüsse zu verwandeln? Die Dieter-Schwarz-Stiftung gibt für den Neubau auf dem HVG-Gelände 850 000 Euro. Die restlichen 2,55 Millionen Euro trägt die Stadtsiedlung Heilbronn. Das Land hat einen jährlichen Mietkostenzuschuss über 450 000 Euro zugesagt. Rektor Jürgen Schröder ist überglücklich: "Wir wollen in die Stadt." Berührungsängste mit der Dualen Hochschule habe er nicht. Mit dem Neubau entspannt sich die Lage für die 5000 Studierenden in Sontheim.

"All die Anstrengungen der vergangenen Jahre sind nun auf fruchtbaren Boden gefallen − trotz aller Widerstände, gegen die wir ankämpfen mussten", freut sich CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Throm am Freitag.

Bereits im Dezember 2008 habe seine Fraktion den Antrag gestellt, eine Konzeption für den Ausbau der Hochschule zu erarbeiten. Throm: "Damals hat sich die SPD-Fraktion deutlich gegen diese Forderung ausgesprochen." Für die SPD ist das heute kein Thema mehr. "Wir freuen uns auf die 1000 zusätzlichen Studenten", sagt Sibylle Mösse-Hagen. Ärgerlich findet die SPD-Fraktionsvorsitzende, dass "die Kommunen zunehmend ureigenste Landesaufgaben organisieren und finanzieren müssen".


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Umfrage-Ergebnis

Wie lange soll die Laufzeit für GKNI verlängert werden?

 
59,60% Gar nicht

 
4,32% Vier Jahre

 
9,30% Zehn Jahre

 
26,78% Länger als zehn Jahre


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