Wie die neuen Boote der Ruderschwaben zu ihren Namen kamen

Heilbronn  Mit einer traditionellen Bootstaufe starten die Heilbronner Ruderschwaben in die Saison. Olympiasiegerin Carina Bär probt ihr Comeback bei den Deutschen Meisterschaften in Essen.

Von Bärbel Kistner

Zum Anrudern gibt es Kaiserwetter

Einer Asterix und Doppelzweier Benno: Bootstaufe bei den Ruderschwaben mit Bürgermeister Martin Diepgen (re.) und Vorsitzender Bernhard Münzing.

Foto: Veigel

 

Frühsommer mitten im April und damit beste Bedingungen für das traditionelle Anrudern der Heilbronner Ruderschwaben am Neckar. Die Tradition kommt aus einer Zeit als die Ruderer in strengen Wintern noch pausieren mussten. Mittlerweile wird das ganze Jahr über durchgerudert − so lange kein Eis auf dem Wasser ist.

Das Anrudern am Schwabenhaus in der Badstraße ist auch diesmal wieder mit Bootstaufen verbunden mit dem Heilbronner Ersten Bürgermeister Martin Diepgen als Gast. Zwei neue Boote hat der Verein für diese Saison angeschafft − in breiteren Varianten. Sie sind nicht als Rennboote im Einsatz.

Wie der Doppelzweier auf seinen Namen kam

Der 18 Kilogramm schwere Einer trägt den Namen des pfiffigen Comic-Helden Asterix. Der Doppelzweier, knapp 30 Kilo schwer, wurde auf den Namen Benno getauft − zu Ehren des verstorbenen Benno Chittka, ein verdienter Sportler und Förderer der Ruderschwaben.

12.500 Euro hat der Verein für die neuen Boote ausgegeben, rund die Hälfte des Geldes kommt von der Stadt und dem Württembergischen Landessportbund.

"Die neuen Boote sind auch für etwas schwerere Ruderer geeignet", erläutert der Vorsitzende Bernhard Münzing. "Die Anschaffung ist für uns ein Signal an den Breitensport." Die Breitensportgruppe spielt neben den aktiven Senioren eine wichtige Rolle im Verein.

Erneuter Olympiastart von Carina Bär?

Bei den sportlich ambitionierten Ruderern rechnet Münzing damit, dass 2018 zehn bei Landes- und Jugendmeisterschaften "ganz weit vorne mit dabei sein werden".

Doch vor allem auch bei ihrem prominentesten Mitglied Carina Bär hofft der Vereinsvorsitzende schon bald auf Neuigkeiten. Am kommenden Wochenende will die Olympiasiegerin von Rio de Janeiro bei den Deutschen Meisterschaften im Kleinboot in Essen an den Start gehen. "Sie probiert es noch mal und will sehen, ob es langt." Gelingt das Comeback, dann rechnet Münzing damit, dass die 28-Jährige für die nächsten Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio trainieren wird.

Bringt das Jahr 2018 auch Neuigkeiten zur Zukunft des Vereinsgebäude an der Badstraße? Zu den Spekulationen um den Verkauf des Schwabenhauses an Kaufland wollte sich Bernhard Münzing nicht äußern.