Verkehrskollaps in Heilbronn

Heilbronn  Nichts geht mehr, hieß es am frühen Montagmorgen in Heilbronn. Nach einem Unfall auf der Neckartalstraße und einem Feuerwehreinsatz in Böckingen brach der Verkehr völlig zusammen.

Von Helmut Buchholz

Fotolia_132942812_Subscription_L
Dicht an dicht standen Autos am Montagmorgen auf Heilbronner Straßen. Themenfoto: elcovalana/Fotolia

„Der Stau reichte bis nach Lauffen“, sagte Tilo Elser, Chef der Heilbronner Verkehrsbetriebe, der Stimme. „Es war Land unter.“ Die Stadtbusse steckten fest. Es kam zu Verspätungen. Die Autofahrer versuchten verzweifelt über Ausweichstrecken nach Heilbronn zu kommen, über Flein zum Beispiel.

Ein Grund für zusätzliche Staus: Gegen 7 Uhr hatte es in einem Haus in der Wilhelm-Leuschner-Straße in Böckingen gebrannt. Das Feuer war schnell gelöscht. Die Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst sorgten aber für Behinderungen im Verkehr.

Mann wurde von Auto angefahren und verletzt

Ein weiterer Unfall, ebenfalls in Böckingen, sorgte für weitere Verkehrsprobleme. Ein 44 Jahre alter Mann wurde am Montag kurz nach 7 Uhr an der Auffahrt zum Saarlandkreisel abgesetzt, um die Kanalstraße zu Fuß in Richtung seiner Arbeitsstelle zu überqueren.

Dabei hatte er laut Polizei wohl nicht beachtet, dass eine 53-Jährige mit ihrem Kia auf der Kanalstraße in Richtung Autobahn unterwegs war. Der Fußgänger prallte gegen den vorderen Kotflügel des Autos und stürzte auf die Fahrbahn. Dabei zog er sich mittelschwere Verletzungen zu. 

Auch interessant: Viele Glätte-Unfälle im Hohenlohekreis

Auch die RBS-Busse hatten durch den Kollaps Verspätungen. RBS-Niederlassungsleiter Lars Frehse spricht von rund 40 Minuten, die die Busse zu spät kamen.

Gegen Mittag floss der Verkehr wohl wieder. Winterbedingte Verkehrsunfälle durch den Schneefall am Sonntagabend gab es bis zum Montagmittag nur sehr wenige. Niemand wurde verletzt, berichtet Polizeisprecher Carsten Diemer. „Die Autofahrer haben sich wohl auf Schnee und Glätte eingestellt.“