Buga-Freunde pflanzen bunte Inseln in der Stadt

Heilbronn  Beet sucht Freund: Pflanzaktion des Freundeskreises der Bundesgartenschau in Horkheim bringt an drei Standorten farbenfrohe Akzente.

Von Bärbel Kistner

Buga-Freunde pflanzen bunte Inseln in der Stadt

Beet sucht Freund: Zur Pflanzaktion der Buga-Freunde kommen genügend Aktive, nicht nur aus dem Stadtteil − zur Freude des Vorsitzenden Hartmut Weimann (re.).

 

Hartmut Weimann weiß, warum es sich lohnt, bei den Buga-Freunden dabei zu sein: Mitglieder erfahren stets das Neueste zur Bundesgartenschau, sie haben exklusiven Zugang zu Informationen und sind eingebunden in das Geschehen. "Das ist ein Riesenvorteil", sagt der Vereinsvorsitzende und freut sich über die hohe Bereitschaft vieler Mitstreiter, sich in einem der Arbeitskreise des Freundeskreises zu engagieren.

Zum Beispiel bei "Beet sucht Freund": In enger Abstimmung mit dem städtischen Grünflächenamt wollen die Beet-Freunde triste Flecken im Stadtgebiet und in den acht Heilbronner Stadtteilen aufwerten und in bunte Inseln verwandeln. Damit soll die Buga an vielen Stellen in der Stadt spürbar werden.

Aktion soll nicht auf Buga begrenzt sein

Im November 2017 wurde zum Auftakt der "Beet-sucht-Freund"-Aktion eine Verkehrsinsel an der Urbanstraße, Ecke Wollhausstraße bepflanzt. Zehn Buga-Aktive waren am vergangenen Samstag in Horkheim dabei, um dort am Straßenrand blühende Farbtupfer zu setzen.

Am Ortseingang, genau genommen noch auf Sontheimer Gemarkung, ranken an den Metallgittern des dortigen Sportgeländes jetzt acht Clematis-Pflanzen empor. Bis sie den Zaun bedecken, dauert es einige Jahre. Das ist ganz im Sinne der Erfinder: Die Aktion soll nicht auf die Gartenschau begrenzt sein, sondern möglichst lange nachwirken. "Das Leben geht ja auch nach der Buga weiter", betont Hartmut Weimann.

Für den Sofort-Effekt haben die Gartenschau-Freunde noch Stiefmütterchen in den Boden gesetzt. Die Pflanzen sind zweijährig und werden deshalb auch im Buga-Jahr noch einmal blühen.

Bis die Margeriten und Kornblumen sprießen, blühen auch erstmal Stiefmütterchen

Buga-Freunde pflanzen bunte Inseln in der Stadt

Adieu Tristesse: Direkt am Ortseingang von Horkheim blühen jetzt Stiefmütterchen. Die Clematis am Metallzaun muss sich erst noch emporranken.

Fotos: Ralf Seidel

 

Der Horkheimer Reinhold Schmidt hatte für seinen Stadtteil die Initiative ergriffen. Sechs weitere Vereinsmitglieder kommen ebenfalls aus Horkheim. Das stellt sicher, dass sich jemand um die Flächen kümmern wird. Mindestens wöchentlich müssen die jungen Pflanzen gegossen werde, damit sie ein gutes Wurzelwerk ausbilden.

"Pflege ist vor allem am Anfang ganz wichtig. Wenn die Flächen nicht schön aussehen, schlägt das auf uns zurück", sagt Weimann. Der Verein hat extra Schilder fertigen lassen, die in den Beeten stecken und über die Aktion informieren. Für Reinhold Schmidt, Walter Busch, Annette und Thomas Heim-Rueff ist es selbstverständlich, dass sie sich regelmäßig um ihren Horkheimer Buga-Beitrag kümmern.

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Auch Fläche Nummer zwei fällt jedem ins Auge, der zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto auf der Hohenloher Straße unterwegs ist. Am Kreisverkehr zum Heilbronner Weg wurden Sommerblumen ausgesät. Bis die Margeriten und Kornblumen sprießen, blühen auch dort erstmal Stiefmütterchen. Der dritte Standort ist am Ortsausgang Richtung Talheimer. Dort wachsen Hibiskusbüsche.

Die Horkheimerin Wilma Sieler kommt spontan vorbei und bietet an, das Einpflanzen, Gießen und Unkraut jäten einer bislang mit Gras bewachsenen Baumscheibe in der Amsterdamer Straße zu übernehmen. Üblicherweise sucht das Grünflächenamt die Standorte aus und stellt ein Teil der Pflanzen zur Verfügung. Auch zwei örtliche Betriebe aus dem Stadtteil haben die Aktion gesponsert: die Gärtnerei Leiensetter und die Baumschule Kotte.

 

Aktive Buga-Freunde

Der Freundeskreis der Bundesgartenschau freut sich über weitere Mitstreiter, auch für die Aktion "Beet sucht Freund". Neue Pflanzvorhaben stehen an. Die Buga-Freunde haben 380 Mitglieder. Der Verein ist mit eigenem Ausstellungsbeitrag, Baumspendeaktion, dem Thema Inklusion und der Ausbildung von Gästeführern aktiv. Ansprechpartnerin: Nicola Krauth, Buga-Geschäftsstelle, Telefon 07131 2714-118, E-Mail: freundeskreis@buga2019.de.