Wirte erteilen AfD eine Absage

Region  Deutliche Worte finden Gastronomen im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Sie erteilen der Wahlparty der Partei Alternative für Deutschland (AfD) am 13. März eine Absage.

Bei der AfD stößt die Haltung auf Kritik. „Wir haben zwei Lokale angefragt“, sagt Franziska Gminder, stellvertretende Sprecherin und Vorstandsmitglied des AfD-Kreisverbands Heilbronn. Beide hätten es abgelehnt, die Party am Abend des Wahlsonntags in ihren Räumen steigen zu lassen. „Wir wären rechtsradikal“, gibt Gminder die Begründung der Gastronomen wieder. Dabei sei die AfD eine offiziell zugelassene Partei. 

Das spielt für Peggy Friedel keine Rolle: „Wir sind politische Freigeister“, sagt die Geschäftsführerin des Trappensee Restaurants in Heilbronn. „Einer rechtsradikalen Partei bieten wir keinen Raum.“ Wer über einen Schießbefehl diskutiere, habe in ihrem Restaurant keinen Platz.

„Es gibt das Hausrecht und die Vertragsfreiheit“, sagt Daniel Ohl, Pressesprecher des Gaststättenverbands Dehoga in Baden-Württemberg. Jeder Wirt entscheide selbst, mit wem er einen Vertrag abschließe und mit wem er Geschäfte mache. kik