Miteinander von Moutainbikern und Wanderern

Heilbronn - Im Heilbronner Stadtwald sollen die Konflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern der Vergangenheit angehören. Derzeit werden Schilder an Waldwegen aufgehängt mit einem Verhaltenskodex für Biker.

Försterin Gunda Rosenauer setzt auf Dialog. Foto: Kistner
Heilbronn - Verantwortungsvoll und respektvoll in der Natur unterwegs sein. Dass sich Mountainbiker so verhalten, hält mancher Wanderer für ausgeschlossen. Doch gerade davon möchten die Sportler auf dem Rad die Waldbesucher zu Fuß überzeugen.

Im Heilbronner Stadtwald sollen die Konflikte zwischen den beiden Gruppen der Vergangenheit angehören. Derzeit werden Schilder an Waldwegen aufgehängt mit einem Verhaltenskodex für Biker. Sie sollen die bisherigen Fahrradverbotsschilder ersetzen.

Auf den neuen Schildern ergeht die Aufforderung, auf den Wegen zu bleiben, keine Spuren zu hinterlassen, den Wald bei Nacht zu meiden und alle Waldbesucher zu respektieren. Dahinter steht die „Initiative verantwortungsvolles Biken“, eine Gruppe von Forstleuten und Bikern, die sich seit Frühjahr 2012 regelmäßig zusammensetzen, um zu einem besseren Miteinander zu finden.

Jäger gestört

Auch Karten mit dem Verhaltenskodex wurden gedruckt (siehe unten), die Gestaltung übernahm der Deutsche Alpenverein. „Wir setzen auf Dialog“, sagt die Mitinitiatorin der Inititative, Dr. Gunda Rosenauer, Leiterin des Forstreviers Ost. So war Mountainbikern, die nachts mit der Stirnlampe im Wald unterwegs waren, nicht bewusst, dass sie Jäger stören.

Umgekehrt sind Biker ihrem Wunsch nach einer eigenen Mountainbikestrecke ein Stück näher gekommen. Auch eine Freeride-Downhill-Strecke für Jugendliche wird geprüft.

Kein Pardon

Ein generelles Befahren für Wege unter einer Breite von zwei Metern sind nach dem Waldgesetz nicht möglich, Forstbehörden können jedoch Ausnahmen zulassen. Wer abseits der Wege fährt, für den gilt nach wie vor kein Pardon: Die Ordnungswidrigkeit kann mit bis zu 2500 Euro Strafe geahndet werden.

Sensible Gebiete im Stadtwald sind zudem das Köpfertal und der Hohlweg von der Steinkohlenklinge zu den Köpferanlagen. Die Mountainbiker gehen davon aus, dass sie 90 Prozent ihrer Radsportler durch die Netzwerke erreichen. kis

Info

Kontakt: Gunda Rosenauer, Telefon 07131 702022 und www.facebook.com/InitiativeVerantwortungsvollesBiken