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Gemeindesteuer Heilbronn: Einnahmen steigen
Heilbronn - „Auch wenn die Konjunkturentwicklung positiv verlaufen ist und die Gewerbesteuereinnahmen im vergangenen Jahr wieder gestiegen sind, müssen wir weiterhin die Haushaltsdisziplin wahren,“ warnt Erste Bürgermeisterin Margarete Heidler vor Übermut beim Umgang mit städtischen Mitteln. Hintergrund ist die vorläufige Steuerbilanz für 2011, die die Stadtkämmerei dieser Tage vorgelegt hat.
Insgesamt liegen die Gemeindesteuereinnahmen mit 118,9 Millionen Euro zwar um rund 20 Millionen über dem Ergebnis von 2010, sie bleiben aber hinter dem Spitzenwert aus dem Jahr 2007 um 3,3 Millionen Euro zurück. Zudem stehen in den nächsten Jahren unter anderem mit dem Neckarbogen und der Bundesgartenschau gewichtige Investitionsprojekte an, die selbst bei hervorragenden Steuereinnahmen eine Schuldenaufnahme erforderlich machen werden.
Gewerbesteuer wichtigste kommunale Einnahmequelle
Während 2010 rund 74 Millionen Euro Gewerbesteuer in die kommunale Kasse floss, sind es im Jahr 2011 rund 93 Millionen Euro. Davon muss die Stadt rund 18 Millionen Euro als Umlage an Bund und Land abführen. Nach wie vor ist die Gewerbesteuer die wichtigste Einnahmequelle der Stadt, sie macht mit 26,6 Prozent über ein Viertel aller Einnahmen des Verwaltungshaushalts aus.
Rund 2.100 von 11.000 angemeldeten Heilbronner Unternehmen und Betrieben entrichten für das laufende Jahr Gewerbesteuervorauszahlungen. Das sind knapp 100 mehr als im vergangenen Jahr. Das Gros der Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Heilbronn stammt auch in diesem Jahr wieder von einer sehr geringen Zahl an Firmen: So kommen die fünf größten Gewerbesteuerzahler für rund 31 Prozent der gesamten Gewerbesteuer auf, die zehn größten Heilbronner Gewerbesteuerzahler kommen auf 43 Prozent.
Zu diesen „Top Ten“ der Gewerbesteuerzahler zählen vor allem Traditions- und Hightechbetriebe aus der Industrie, Handelsunternehmen sowie verschiedene Banken. Da die Höhe der Gewerbesteuer abhängig ist von der finanziellen Situation der Firmen, kann es allerdings innerhalb weniger Monate zu größeren Schwankungen kommen.
Sonstige kommunale Steuern sind teilweise gestiegen
Die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer stiegen 2011 gegenüber dem Jahr 2010 um rund 690.000 Euro auf nunmehr 2,1 Millionen Euro.
Bei 22,9 Millionen Euro und damit um die 335.000 Euro über den Erwartungen liegen die Einnahmen aus der Grundsteuer B für bebaute oder unbebaute Grundstücke.
Aus der Hundesteuer flossen rund 346.000 Euro und aus der neuen Zweitwohnungsteuer flossen 141.000 Euro in die städtischen Kassen. red
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