360-Grad-Video: Brennpunkt Tierheim

Heilbronn - Die 113. Folge des Video-Blogs von Chefredakteur Uwe Ralf Heer wurde im Heilbronner Tierheim gedreht. Neben Einblicken in die Zustände vor Ort dreht sich die Berichterstattung darum, wie die Situation für die in Not geratenen Tiere positiv verändert werden kann. [>>Video]



Arbeitsplätze

Das Jahr beginnt mit schlechten Nachrichten. Gut gemeinte Neujahrsansprachen und positive Prognosen für 2010 entpuppen sich für den einen oder anderen nur als Sprechblasen. Oder wie sollen sich Beschäftigte fühlen, deren Weg in die Arbeitslosigkeit führt? Im Möckmühler Teilort Züttlingen wird die Arbeitnehmerschaft bei Läpple-Nachfolger Planfuro halbiert, in Zaberfeld bleibt es bei der Schließung von Magna, der Bushersteller Volvo verlagert seinen Sitz von Heilbronn nach Ismaning. Auf die Region kommen schwere Zeiten zu. Das wollen nur all jene nicht hören, die die Augen vor der Realität verschließen.

Krankenhäuser

Genau hinschauen wird man bei der Umstrukturierung im Gesundheitswesen. Wenn Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach ankündigt, dass es auf diesem Gebiet bei den vier SLK-Kliniken im Stadt- und Landkreis nicht ohne Blessuren abgehen wird, dann lässt das aufhorchen. Selbst wenn er nachschiebt, dass private Klinikträger ganz anders mit ihren Mitarbeitern umspringen würden. Wie freilich mit den Küchenmitarbeitern in Möckmühl und Brackenheim umgegangen wird, das ist auch nicht die feine Art. Beide Einrichtungen werden geschlossen, einige Angestellte müssen gehen. Ob das der Qualität der Speisen zuträglich ist, lassen wir mal dahingestellt sein. Fakt ist, dass in den Krankenhäusern extrem eingespart werden muss. In Hohenlohe standen Umstrukturierungsmaßnahmen schon vor Jahren an, dort hat man die Privatisierung wieder rückgängig gemacht. Auch in der Krankenhauslandschaft wird deutlich: Berliner Entscheidungen schlagen vor der eigenen Haustüre durch - man sollte bundespolitisch wesentlich aufmerksamer sein, als dies viele sind.

Tierheim

Genau hinschauen müssen die Bürger der Region in Sachen Tierheim. Wer sieht, mit welchem Einsatz dort unter teilweise kaum zumutbaren Zuständen gearbeitet wird, der erkennt den Handlungsbedarf. Kann es sich eine wohlhabende Gesellschaft leisten, solche Verhältnisse achselzuckend hinzunehmen? Für viele Tiere ist das Heim die letzte Rettung - wie wir diese Woche berichtet haben. Die Pläne für einen dringend nötigen Neubau in Heilbronn werden überarbeitet. Angestrebt ist, die Kosten deutlich unter vier Millionen Euro zu drücken. Hinter den Kulissen wird derweil an einer tragfähigen Lösung gearbeitet. Geplant ist nach unseren Informationen, die Kosten aufzuteilen: Ein Drittel müsste die Stadt Heilbronn übernehmen, ein Drittel die Landkreisgemeinden und ein Drittel der Tierheimverein. Ebenso zeichnet sich ab, dass private Gönner bereit sind, sich für den Neubau zu engagieren. Die Heilbronner Stimme wird die Bemühungen unterstützen und den Prozess mit zahlreichen Aktionen begleiten. Schön, dass sich endlich etwas tut. Es wurde lange genug nur debattiert, ohne dass irgend etwas geschehen ist.

Stadtbahn

Geschehen soll in Eppingen etwas in Sachen Stadtbahn. Wer an der Bahnstrecke verweilt und das Pfeifen der ein- und ausfahrenden Züge hört, der kann den Unmut der Anwohner verstehen. Solche Folgen eines Bahnhofsumbaus sind für jeden Betroffenen schwer nachvollziehbar. Aber derlei Misstöne am Rande der Stadtbahnstrecke häufen sich. In Heilbronn lassen sich Wohnungen, die direkt an der Bahnlinie liegen, immer schwerer verkaufen. Der Lärm, den die Züge verursachen, stört viele Menschen. Man sollte das nicht als Nörgelei abtun, schließlich werden wir ohnehin tagtäglich von jeder Menge Lärmbelästigung genervt.

Katastrophenhilfe

Jede Menge Unterstützung ist in Haiti gefordert. Das Signal des Heilbronner Oberbürgermeisters, spontan für die Menschen in der Katastrophenregion zu spenden, sorgt offensichtlich dafür, dass viele diesem Beispiel folgen. Die Millionenbeträge von Lidl, Kaufland und Würth aber auch viele kleinere Spenden bei der ZDF-Sendung waren die richtige Reaktion auf so viel Leid. Wer weit weg ist, der kann kaum nachvollziehen, was sich vor Ort abspielt. Der Einsatz der Helfer ist nicht hoch genug zu schätzen. Eine Katastrophenschützerin aus dem Unterland hilft auf der Karibikinsel: Susanne Tismer von der Rettungshundestaffel Heilbronn ist Mitglied eines Spezialistenteams, das die Einsätze im Erdbebengebiet koordiniert. Sich selbst in Gefahr zu begeben, um anderen zu helfen, das ist längst nicht mehr selbstverständlich in unserer Gesellschaft. Aber gerade in diesen Zeiten werden wir solch ein Engagement auf vielen Gebieten noch häufiger benötigen.