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Musikschüler kommen groß raus
Von unserer Mitarbeiterin Ute Knödler
Abstatt - Bis auf Einzelne zeigen alle der 720 Musikschüler in dieser Woche ihr Können. Zum neunten Mal findet die Musizierwoche der Musikschule Schozachtal statt.
Die Nachmittage sind getaktet, das Programm ist sehr vielseitig. Von Akkordeon bis zur Violine, Ballett, Chorgesang und musikalische Früherziehung sind zu erleben. Es fällt auf, dass schon junge Schüler, die erst wenige Monate ihr Instrument spielen, dabei sind.
Präsentation "Es ist uns wichtig, dass unsere Musikschüler sich präsentieren", spricht Schulleiter Gerd Wolss für alle 18 Musiklehrer. Doch gezwungen werde niemand. Ein ganz kleiner Prozentsatz lasse sich nicht überreden. Wolss weiß, dass es Schüler gibt, die sich mit einem Auftritt schwer tun. Doch im Hinblick auf die Schule, wo genau dies immer mehr gefordert werde, seien die Aufführungen ein gutes Training. Das Zusammenspiel in kleinen Gruppen soll ebenfalls gefördert werden. "Wir haben 17 kleine Bands gegründet", berichtet Wolss. Der Musikschule ist es ein großes Anliegen, dass sich die jungen Musiker untereinander treffen und verschiedene Instrumente zusammengeführt werden. "Das Zusammenspiel fördert die Konzentration und das Sozialverhalten", erklärt der Schulleiter. Schon nach einem halben Jahr Unterricht zupfen am Montagnachmittag Simea und Tobias einfache Melodien auf ihrer Gitarre. Dafür erhalten sie von den zahlreichen Zuschauern, anderen Musikschülern und ihren Familienangehörigen viel Beifall. Auch Max erregt Aufsehen. Er ist nicht viel größer als sein Instrument, eine Tuba, die er seit November spielt. "Er möchte vorspielen", sagt sein Musiklehrer Frank Heinz, der ihn mit der Posaune begleitet. Die Ballettvorführungen ernten reichlich Zustimmung.
Leichtigkeit Wie ein Schwan bewegen sich die Mädchen. "Bauch einziehen und lächeln", fordert die Ballettpädagogin Mihaela Mimler auf. Hinter der Leichtigkeit des Balletts steckt schwere Arbeit, erklärt sie. Schon die Kleinsten aus der Musikalischen Früherziehung und ihre Eltern zeigen Elemente aus ihrem Unterricht. Die Dreijährigen erleben die Musik sehr spielerisch.
"Wir beschäftigen uns der Jahreszeit entsprechend", sagt die Leiterin Birgit Kübler. Ihre Lieder handeln vom Regen und Sturm oder dem kleinen Igel, der im Winter schläft. Seit viereinhalb Jahren spielen Lena und Katharina Klarinette. Sie freuen sich auf ihr Vorspiel und finden es toll, zu zeigen, was sie können. Doch aufgeregt sind sie schon. "Wir wollen keinen Fehler machen. Das wäre peinlich", sagt Katharina. Lena stimmt ihr zu. Karin Bartel hält das Vorspiel für unverzichtbar. "Nur dann lohnt sich das Üben", sagt die Mutter, deren Tochter mit Klarinette oder Klavier mehrmals auftritt.
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