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Mehr Security, Taschenkontrollen, verkürzte Party
2011 endete der Altweiberfasching in Beilstein mit einem massiven Polizeiaufgebot, um eine größere Schlägerei zu verhindern. Die Veranstalter, Stadtkapelle und TGV-Handballer, waren entsetzt. Jetzt steht der Faschingsball am Schmotzigen Donnerstag wieder vor der Tür. Wie die Organisatoren reagiert haben, wollte Redakteurin Sabine Friedrich von Handball-Abteilungsleiter Andreas Gramsch wissen.
Herr Gramsch, 2011 hatten Sie zwei Security-Leute in der Halle. Sie stocken diesmal bei der Sicherheit auf?
Andreas Gramsch: In der heißen Phase, von 22 bis 1 Uhr, werden es fünf Security-Leute sein. Zwei patrouillieren ständig durch Halle, Bar- und Eingangsbereich, zwei sind an der Bühne, wo im vergangenen Jahr das Problem anfing. Eine Security-Kraft ist beim Einlass. Zudem haben wir mehrere eigene Leute im Einsatz.
Das kostet ja Geld.
Gramsch: Korrekt. Wir erlauben uns, wegen dieser Maßnahme den Eintritt um einen auf elf Euro zu erhöhen. Das deckt diese Kosten.
Haben Sie sich im Vorfeld von Ordnungsamt und Polizei beraten lassen?
Gramsch: Natürlich. Schon nach der Veranstaltung 2011 hatten wird Kontakt mit dem Polizeirevier Ilsfeld. Wir hielten auch Rücksprache mit der Stadt. Besprochen wurde, die Security zu erhöhen, Glaspfand einzuführen und den Veranstaltungszeitraum deutlich von 4 Uhr auf 2.30 Uhr zu begrenzen. Da werden wir rigoros sein. Zudem steht uns das JET-Team (Jugendschutzeingreifteam) der Polizei beratend zur Seite und wird in Zivil anwesend sein. Die Chaoten von 2011 haben Haus- und Platzverbot. Die Polizei wird das kontrollieren.
Übermäßiger Alkoholgenuss ist meist die Ursache für Streit, Schlägereien. Wie beugen Sie dem vor?
Gramsch: Drei Maßnahmen. Erstens machen wir Taschenkontrollen, weil wir im vergangenen Jahr festgestellt haben, dass massiv Schnaps mit rein geschmuggelt wurde. Das werden wir definitiv abstellen. Mit dem Stadthallen-Restaurant, das im Foyer einen Ausschank hat, haben wir besprochen, nur vereinbarte Getränke auszuschenken. Damit wir besser feststellen können, wo getrunken wird. Und drittens haben wir unsere Leute intern geschult. Wir haben sehr erfahrene Leute ausgesucht, die, wenn sie erkennen, dass jemand genug getrunken hat, auch Nein sagen können.
Fördern Sie nicht selbst den Alkoholgenuss, wenn Sie in Ihrer Pressemitteilung die Megabar anpreisen und erklären, dass Sie auf den Durst des närrischen Volks vorbereitet sind?
Gramsch: Da ist ja nichts Verwerfliches dabei. Die Veranstaltung gibt es seit über 30 Jahren. Man sollte nicht alles in Frage stellen, wichtiger ist es, an die Leute zu appellieren. Irgendwann wird es solche ehrenamtlichen Veranstaltungen nicht mehr geben, wenn die Besucher sich nicht benehmen. Als Veranstalter gelangt man schon an einen Punkt, an dem es eng wird mit der Gesamtverantwortung.
Wie halten Sie es mit dem Jugendschutz?
Gramsch: Das Gesetz ist ausgehängt. Wir halten uns dran. Einlass ist erst ab 16 Jahren, das wird kontrolliert. Um 23.30 Uhr und Mitternacht fordert die Band die Minderjährigen auf, zu gehen. Da gab es noch nie Probleme. Wir haben sehr viele Stammgäste und schon immer einen hohen Anteil über 18-Jähriger.
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