Landschaft bietet viel fürs Golferherz

Talheim  Talheim - Präzisionsarbeit ist gefragt beim Bau des Golfplatzes auf dem Talheimer Hof. Die erste Phase, die Geländemodellierung, ist fast abgeschlossen, die Einsaat steht bevor.

Von unserer Redakteurin Sabine Friedrich

Landschaft bietet viel fürs Golferherz

In der Senke ist ein See als Hindernis entstanden, unterhalb der Hofgebäude ist ehemalige Ackerfläche zur Driving Range planiert worden.

Fotos: Guido Sawatzki

Talheim - Christian Wagner sieht auf dem Monitor viele geschwungene Linien. "Abtrag links 0,31 m, Abtrag rechts 0,44 m" kann er ablesen, wo und wie tief er mit der Schaufel die Erde schieben muss. Seine Planierraupe ist GPS-gesteuert. Ähnlich wie bei einem Navigationssystem in einem Auto, hat der Fahrer im Führerhaus den Modellplan in 3D. "Wir arbeiten auf den Zentimeter", sagt Bauleiter Pawel Magner von der Spezialfirma Stange & Jöhnk aus Norddeutschland.

Präzisionsarbeit ist gefragt beim Bau des Golfplatzes auf dem Talheimer Hof. Die erste Phase, die Geländemodellierung, ist fast abgeschlossen, die Einsaat steht bevor.

Landschaft bietet viel fürs Golferherz

Die Raupe modelliert im Vordergrund noch das Gelände, im Hintergrund sind die Elemente des Collegekurses unterhalb des Waldes zu sehen.

Einplaniert

Das Car erfüllt jetzt schon gute Dienste. So kommen Benjamin Ben Amara, Geschäftsführer der Public Golf Talheimer Hof GmbG & Co KG, und Verwalterin Nina Rügner schnell vom Bürocontainer an jede Stelle des 30 Hektar großen kommunalen Geländes. Los geht die holperige Tour querfeldein. Es staubt.

In der Senke glänzt die Wasseroberfläche in der Sonne. Hier ist ein See entstanden, eines der Hindernisse des Neun-Loch-Championskurses, kein "unüberwindbares", meint Rügner. Auf der Anhöhe fällt der Blick auf eine Art Kraterlandschaft unterhalb des Waldes. Tellerförmige Bunker des Neun-Loch-Collegekurses sind bereits modelliert.

Landschaft bietet viel fürs Golferherz

Christian Wagner kann mit modernster GPS-Technik in der Raupe arbeiten.

Golfplatzplaner Andreas Lukasch von No. 9 Golfdesign bespricht mit Ben Amara und Bauleiter Magner Details. "Wenn man als Rostocker hierher kommt, hat man einen ganz anderen Landschaftsschnitt", sagt er. "Man guckt in die Weinberge und sieht die Topographie. Es ist so gut wie alles da", ist er begeistert.

Auf die Drainageschicht kommt ein Sandgemisch als Rasentragschicht. Das Gras ist ein Mix aus sieben Sorten. Das Grün muss sich kurz mähen lassen. Zwei Vegetationsperioden benötigt das Gras bis zur Platzreife. Mitte 2013 soll die Golfanlage fertig sein.