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Kirche in verschiedenen Facetten
Von Ute Knödler
Diese Veranstaltung der evangelischen Gemeinde Beilstein-Billensbach hat gezeigt, wie die Arbeit wahrgenommen wird.
Foto: Ute Knödler
Beilstein - Wie sehen die Gemeindeglieder ihre Kirche? Wie wird die evangelische Kirchengemeinde Beilstein-Billensbach mit 2800 Mitgliedern von außen wahrgenommen? Zwei spannende Fragen beim Gemeindeforum am Mittwochabend.
Das Forum ist Auftakt zur Visitation der Protestanten in der Langhansstadt durch den Kirchenbezirk Marbach. Zu Besuch waren deshalb Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer, sein Stellvertreter Pfarrer Matthias Maier sowie die Schuldekanin Silvia Trautwein. Bewirkt die Visitation eine Veränderung in einer Kirchengemeinde? Ein Jahr nach dem Besuch nimmt der Dekan dafür noch einmal Kontakt auf. "Probleme kommen in der Regel auf den Tisch, und wir tun alles, dass sie angegangen werden", so Neudorfer.
Landfrauen
Festlich geschmückt war der Saal im Valentin-Wanner-Haus. Ein Glas Sekt und Häppchen servierten die Landfrauen den rund 90 Besuchern. Mit Humor moderierte Vikarin Tina Arnold die Veranstaltung. "Da kann man nur gratulieren, was hier alles gemacht wird", lobte für die Gruppe der Weingärtner und Landwirte Hans Wiedenmann. Oliver Muth, FWV-Stadtrat und Förster, sah die Kirche als Abrundung des sozialen Engagements. "Es ist unendlich wertvoll, was ich an Arbeit hier gesehen habe. Sie sollten es noch mehr nach außen sichtbar werden lassen", forderte er.
Gefühlt hätten die Weiler durch die Fusion (siehe dazu den Hintergrund) die größeren Einschnitte erlebt, so Günter Dorn aus Klingen. Er wünscht sich gemeinsam mit der Kirchengemeinde, die er durch die beiden Pfarrer hervorragend besetzt sieht, das gesellschaftliche Leben in Billensbach zu beleben.
Seit 26 Jahren veranstaltet Grit-Angela Bertsch Religionskurse für Erwachsene. "Lasst uns weitermachen", meinte sie. Noch mehr generationenübergreifende Begegnungen wünschte sich die Leiterin vom Seniorentanz, Marlene Flohrer. Dr. Peter von Hunius, der den Weltladen vorstellte, möchte, dass Beilstein eine faire Stadt wird: "Da braucht man die Kirchengemeinde und die Kommune."
Zum Auftakt sprach der geschäftsführende Pfarrer, Rüdiger Jeno zum Leitmotiv des Abends aus dem Jeremia-Buch "Suchet der Stadt Bestes". Beilstein-Billensbach muss sich konkret mit dem Pfarrplan 2018 auseinandersetzen. Von zwei muss eine halbe Stelle gestrichen werden. Mut, Freude und Vertrauen wünschte Pfarrer Dr. Hans-Joachim Stein zum Schluss den Zuhörern. "Mit Vertrauen werden wir die Kürzungen überstehen", sprach der Hirte Mut zu.
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