Sechsspuriger Ausbau der A6 ab 2016 geplant

Heilbronn  Zeitnah soll die Ausschreibung des sechsspurigen Ausbaus für die restlichen Teilstücke der A6 zwischen den Autobahnkreuzen Walldorf und Weinsberg erfolgen.

Von Peter Boxheimer

Dies hat jetzt Dr. Stefan Ewert, Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin, auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt.

Das Projekt soll im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen Staat und Wirtschaft gestemmt werden. Das Ministerium rechnet mit einem Vergabeverfahren von zirka zwei Jahren. 2016/17 könnten nach seiner Auskunft die Bauarbeiten beginnen. Wann welcher Abschnitt an die Reihe kommt, soll im Verfahren geklärt werden, bei dem ein Teilnahmewettbewerb vorgeschaltet wird.

Als Voraussetzung für den Ausbau nennt Ewert, dass "Baden-Württemberg durchgängiges Baurecht geschaffen hat". Hier sind die Arbeiten weit gediehen: Für die 7,5 Kilometer zwischen Bad Rappenau und Heilbronn/Untereisesheim liegt der Planfeststellungsbeschluss seit Juli 2012 vor.

70 Millionen Euro sollen in diesem Abschnitt verbaut werden. Die 10,8 Kilometer zwischen Wiesloch/Rauenberg und Sinsheim sind seit April 2013 baureif. Dort werden die Investitionen auf 56 Millionen Euro geschätzt. Für den Neubau der Neckartalbrücke läuft die Planfeststellung.

"Wir begrüßen es absolut, wenn es endlich weitergeht", sagt Verbandsdirektor Klaus Mandel vom Regionalverband Heilbronn-Franken. Jeder Tag, an dem die heimischen Unternehmen im Stau stünden, bringe großen volkswirtschaftlichen Schaden.