Rund 700 Fahrgäste jeden Tag

Von Hartmut Hölscher

Rund 700 Fahrgäste jeden Tag
Moderner: die neuen Wagen der Westfrankenbahn. Foto: Daniel Hagmann 

Heilbronn - Sie hat nicht nur neue Triebwagen, sie kann auch mehr Fahrgäste verzeichnen: Die Westfrankenbahn, die mit Regionalexpress- und Regionalbahnzügen auf der Strecke Heilbronn - Öhringen - Schwäbisch Hall - Crailsheim unterwegs ist, findet wachsenden Zuspruch. Die inzwischen dreijährige Erfolgsgeschichte der Stadtbahn ins Hohenlohische wirkt sich auch positiv auf deren großen Bruder Deutsche Bahn aus.

Bequemer

Seit rund drei Wochen verkehren auf der Hohenlohestrecke moderne Dieseltriebwagen der Baureihe 642. Sie sind schnell, spurtstark und hell. Die Einstiege sind nun breiter und niedriger. Dadurch sind sie auch für Reisende mit schwerem Gepäck und besonders für Rollstuhl- und Fahrradfahrer praktischer und bequemer geworden. Die neuen Fahrzeuge haben die alten, behäbigen und unbequemen Triebwagen der Baureihe 628 abgelöst. Diese werden nur noch als Regionalbahnen zwischen Öhringen und Schwäbisch Hall-Hessental eingesetzt.

Erfolgserlebnis

Die Reisendenzahlen steigen seit drei Jahren kontinuierlich. Nicht nur in den S-Bahnen, sondern auch in den Zügen der Deutschen Bahn ist die Anzahl der Fahrgäste im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent gegenüber der Zeit vor dem Ausbau zur Stadtbahn angewachsen. Für Gerd Hutterer, Geschäftsführer der Westfrankenbahn in Aschaffenburg, die die Hohenlohestrecke bedient, ist das ein Erfolgserlebnis: „Aus meiner Sicht hat sich diese Strecke wirklich sehr gut entwickelt. Insbesondere da es sehr schwierig ist, Fahrgäste wieder zurückzugewinnen, wenn über einen längeren Zeitraum Schienenersatzverkehr betrieben worden ist.“ Der Abschnitt Heilbronn - Öhringen musste von 2003 bis 2005 wegen der Elektrifizierung und Modernisierung komplett stillgelegt werden.

Attraktiver

Durchschnittlich rund 700 Fahrgäste benutzen jeden Tag die Züge zwischen Heilbronn, Öhringen und Crailsheim. Montags bis freitags sind es mehr, am Wochenende weniger. Dagegen waren es 2002 durchschnittlich nur 585 Passagiere. Für die steigende Anzahl der Fahrgäste nennt Hutterer zwei Gründe: die Beliebtheit der Stadtbahn auf der einen und die eigenen Anstrengungen um einen besseren Service und attraktivere Angebote auf der anderen Seite.

Pläne

Bis 2014 möchte die hundertprozentige Tochterfirma der Deutschen Bahn alle alten Fahrzeuge ausgemustert haben. Dafür, betont Hutterer, brauche sein Unternehmen Planungssicherheit. Der Leiter der Westfrankenbahn hofft außerdem darauf, dass die auslaufenden Verträge mit den Ländern Baden-Württemberg, Hessen und Bayern langfristig verlängert werden.




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