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Kreis nach Krise durchgestartet
Von unserem Redakteur Reto Bosch
Die Steuerkraft - Die Steuerkraft der Städte und Gemeinden im Landkreis Heilbronn hat Spitzenniveau erreicht. Sie ist um 12,5 Prozent gestiegen, auf 1174 Euro je Einwohner. Kein anderer Landkreis in Baden-Württemberg kann da mithalten. Mit 97,9 Millionen Euro hat das wirtschaftsstarke Neckarsulm die Nase ganz weit vorn.
Wenn von der Steuerkraft 2012 die Rede ist, sind in Wirklichkeit die Zahlen des Jahres 2010 gemeint. Denn Basis zur Berechnung der aktuellen Kreisumlage* ist immer die Steuerkraftsumme des vorvergangenen Jahres. Die 46 Kommunen kommen zusammen auf 386,2 Millionen Euro. Deutlich mehr als ein Jahr zuvor, aber 25 Millionen Euro weniger als 2010. Das zeigt: Der Landkreis hat unter der Wirtschaftskrise gelitten, ist aber sehr gut aus den Startlöchern gekommen.
Statistik Nach Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg verbuchen Städte zwischen 20 000 und 50 000 Einwohnern eine Steuerkraft von rund 1000 Euro pro Einwohner. Das knapp 27 000 Bürger zählende Neckarsulm spielt in einer anderen Liga. Der Wert in der Ganzhornstadt: 3673 Euro. Klar, dass Neckarsulm auch im Landkreis Heilbronn die Spitzenposition einnimmt, gefolgt vom Kraftwerksstandort Neckarwestheim. Güglingen, mit starken Gewerbesteuerzahlern wie Layher im Rücken, nimmt mit 1621 Euro den dritten Rang ein. In der Stadt Heilbronn sind es 1330 Euro. Gemessen an der absoluten Steuerkraftsumme nimmt Bad Rappenau mit 19,9 Millionen Euro im Landkreis den zweiten Rang ein. Den größten Sprung machte Roigheim − nach unten. Von Platz vier auf 40. In kleinen Kommunen, die von wenigen Gewerbesteuerzahlern abhängen, machen sich Schwankungen besonders stark bemerkbar. Die Steuerpflicht von Unternehmen kann aus den unterschiedlichsten Gründen variieren; konjunkturelle Entwicklungen, Nachzahlungen, Rückzahlungen, Gewinnabführungsverträge, Investitionen.
Zuversicht Wie sieht der Blick in die Zukunft aus? Landrat Detlef Piepenburg legt zurückhaltenden Optimismus an den Tag. "Es ist heute schon klar, dass wir angesichts hoher Steuereinnahmen bis 2013 ordentliche Einnahmen erzielen", sagte er im Stimme-Interview. Harry Brunnet, Hardthausener Bürgermeister und Vize-Präsident des Gemeindetags, ist ebenfalls positiv gestimmt. "Wir dürfen uns von der Staatschuldenkrise und der prognostizierten sanften Rezession nicht verrückt machen lassen." Über 2013 hinaus seien Entwicklungen schwer abzuschätzen. Brunnets Stellvertreter im Heilbronner Kreisverband, Dieter Böhringer, rechnet damit, dass die Steuereinnahmen ab Mitte des Jahres zurückgehen werden. Kommentar "Ausgleich"
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