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Kliniken werden weiter aufgestockt
Von unserer Redakteurin Iris Baars-Werner
Region - Die zwei neuen Häuser der Stadt-Landkreis-Kliniken (SLK) sind gerade erst in Bau, da werden sie schon erweitert. Das Krankenhaus am Plattenwald Bad Friedrichshall und das Klinikum am Heilbronner Gesundbrunnen werden aufgestockt, um Platz für weitere Bettenstationen und neue Behandlungsangebote zu schaffen.
Diesem Vorhaben der SLK-Geschäftsführung stimmte am Freitag der Aufsichtsrat der von Stadt und Landkreis Heilbronn getragenen Krankenhaus-GmbH zu.
Unannehmlichkeiten verringern
Die Kosten dafür liegen nach Angaben der SLK-GmbH zusammengenommen bei 19 Millionen Euro. Allerdings verweist Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges gegenüber der Heilbronner Stimme darauf, dass die Ausweitung der beiden Bauvorhaben zum jetzigen Zeitpunkt Kosten spare und Unannehmlichkeiten für Mitarbeiter und künftige Patienten verhindere.
Eine andere Entscheidung hätte bedeutet, dass man nach der Fertigstellung der Neubauten im Jahr 2015 bereits beengt gewesen wäre und gleich wieder hätte bauen müssen − mit Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten im laufenden Betrieb.
Gesundbrunnen zwei Ebenen höher als ursprünglich geplant
Für den Gesundbrunnen haben die Berechnungen ergeben, dass das Aufstocken des im Bau befindlichen Neubaus zwölf Millionen Euro kostet. Würde man mit der Ausweitung warten und sie wie geplant erst im zweiten Bauabschnitt nach 2015 oder gar nach 2020 verwirklichen, dann käme sie um mindestens 2,3 Millionen Euro teurer. Bisher lagen die Baukosten für das 440-Betten-Haus bei 170 Millionen Euro.
Nun stimmte der Aufsichtsrat zu, einen der neuen Gebäudeteile zwei Ebenen höher zu bauen. Darin sollen vier Pflegestationen untergebracht werden − unter anderem auf einer Ebene eine Abteilung für Psychosomatik. Diese soll vom Zentrum für Psychiatrie (ZfP) des Klinikums am Weissenhof Weinsberg betrieben werden. Nach Auskunft der SLK-GmbH haben mit dem Kooperationspartner bereits "erste Abstimmungen" stattgefunden.
Plattenwald bekommt weiteres Stockwerk
Die Zahl der Patienten habe "in den zurückliegenden Jahren ständig zugenommen", erklärt die SLK: "Damit liegt der prognostizierte Bettenbedarf schon heute über den Zahlen der ursprünglichen Planung aus dem Jahr 2006." Auch auf den zweiten Gebäudeteil der Klinik wird noch eine Etage aufgesetzt − als Reserve. In der Statik waren die weiteren Stockwerke bereits berücksichtigt. Mit dem Landessozialministerium sei das Verfahren abgestimmt. Die SLK geht finanziell in Vorleistung.
Am Donnerstag plant SLK, die Untersuchungen zu angeschuldigten Ärzten und in Frage gestellten Abrechnungen vorzulegen.
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