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Die Erfüllung einer Mission: Vom Schachspiel zum Triathlon
Von Thomas Dorn
Es ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der an diesem Abend um den Schwaigerner Sportplatz trabt und seit Februar drei Mal die Woche gemeinsam trainiert. Manche, wie Volker Ludwig, brachten schon eine gewisse Fitness mit. „Ich bin Läufer“, sagt der 36-jährige Wirtschaftsprüfer aus Heilbronn. Doch nun reizt ihn die Vielseitigkeit des Triathlon: „Das ist nicht so monoton.“ Er schätzt die Anleitung, vor allem beim Schwimmen. Wasserlage, Beinschlag, Armzug: „Gut, dass man die Technik mal richtig beigebracht bekommt“, sagt Ludwig. „Vorher hat man ja mehr geplanscht.“
Was soll da erst Beatrix Schneider sagen? Die 39-jährige Neckargartacherin „kommt vom Schachspiel“, bis auf ein bisschen Aerobic hat sie sportlich nicht allzu viel getan. Das Kraulen – effektiver und weniger anstrengend als Brustschwimmen – hat sie im Biberacher Hallenbad ganz neu gelernt. Jetzt strahlt sie und ist „richtig stolz, dass ich die 500 Meter so durchschwimmen kann“.
Zu Recht. Tri-Team-Schwimmtrainer Stefan Fiebig spricht von einer „Wahnsinnsleistung, das in zwölf Wochen neu zu lernen“. Denn beim Kraulen sei die Koordination gar nicht so einfach. „Erwachsenen fällt das viel schwerer als Kindern.“
Schwimmen und Laufen wurde in den vergangenen Wochen intensiv trainiert. Das Radfahren kam etwas zu kurz, nicht zuletzt aus Witterungsgründen. „Auch bei uns gibt es ein paar Schönwettersportler“, schmunzelt Fiebig.
Motivation
An diesem Abend treten sie kräftig in die Pedale. Rennräder und Mountainbikes sind genauso im Einsatz wie Trecking- und Tourenräder. Volker Knecht (38) scheint den Titel des Trainingsschnellsten anzupeilen. „Radfahren liegt mir am meisten“, sagt der Eibensbacher und schlüpft in seine Laufschuhe. Er ist ehrgeizig. Während Beatrix Schneider nur eines möchte: „durchkommen“, hat er sich für den Zabergäu-Triathlon eine Gesamtzeit von 1.20 Stunden zum Ziel gesetzt.
„Das wird schwer“, sagt da selbst Michael Wüst. Mit der „hoch motivierten Mannschaft“ ist er sehr zufrieden. „Es macht Spaß in der Gruppe“, bestätigt Petra Schönfeld aus Zaberfeld. Mit 53 ist sie die Älteste – und fühlt sich „immer fitter“.
Fitness werden die Neu-Triathleten brauchen. Vor allem auf der bergigen Radstrecke. Da spürt man jedes Pfund, das man zu viel auf den Rippen hat. „Für zwei, drei Teilnehmerinnen wird das sicher schwer“, sagt Fiebig. Was alle hoffen: Dass sich der See in den nächsten drei Wochen noch ein klein wenig aufheizt. Im Moment ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Wasser unter 20 Grad hat, hoch.
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