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Bürgerengagement und Bürgerantworten
Kammerorchester
Glückwunsch. Der wichtigste Schritt in eine nicht von Zwist gestörte Zukunft ist für das Württembergische Kammerorchester (WKO) gemacht. Einer der wichtigsten Botschafter Heilbronns hat die Chance auf einen Neuanfang. An der Stiftungslösung haben Bürger mitgearbeitet, denen das Kammerorchester seit vielen Jahren ein Herzensanliegen ist. Allen voran ist der Unternehmer Klaus Kölle zu nennen, dem der öffentliche Hader stets in der Seele weh tat. Das Bürger- und Unternehmertum dieser Stadt beweist mit der Stiftung seine ideelle und materielle Unterstützung für das Orchester. Und es bekräftigt seine Aufforderung, dass nun aller Streit ein Ende haben muss − zumal mit dem Weggang des bisherigen Geschäftsführers auch die Chance auf eine Neubesetzung der wichtigen Personalstelle besteht. Stiftungsratsvorsitzender Ralf Peter Beitner hat klare Worte gefunden: Das WKO solle das beste Kammerorchester Deutschlands werden. Klingt da ein "wieder" durch? Eine Rückbesinnung auf die kammerorchestrale Ausrichtung?
Befragung
Eine Bürgerbefragung ist eine gute Sache. 3000 Heilbronnerinnen und Heilbronner, mit einer Art Zufallsgenerator ausgewählt, sind gebeten, der Stadtverwaltung ihre Meinung zur Bundesgartenschau 2019 und zum daraus resultierenden neuen Stadtviertel Neckarbogen zu sagen. Ein großer Aufwand, ein sinnvoller Aufwand − allerdings ist nicht alles, was gut gemeint ist auch immer gut gemacht. Auf gerade mal drei von sechs Din-A-4-Seiten nutzt das Rathaus die Möglichkeit, konkrete Meinungen zum Zukunftsprojekt abzufragen. Nur zwei Fragen gehen inhaltlich in die Tiefe. Das sind die einzigen Fragen, in denen klar werden kann, welche städtebaulichen und gesellschaftspolitischen Ziele die Heilbronner mit der Buga erreichen wollen. Platz für Anregungen der Bürger aber gibt es auf dem Fragebogen nicht. Und die wenigen Fotos bzw. Pläne und Animationen sind ohne jegliche Beschriftung und visuelle Zusatzinformation.
Liebesstadt
Heilbronn hat eine neue Sehenswürdigkeit − sagen die Werber der Marketing-Gesellschaft: Liebesschlösser. Dabei handelt es sich um Vorhängeschlosser, die Liebende am Neckar an einer Wand befestigt haben. Also wird für das Reiseziel Heilbronn geworben mit dem Reisezweck, hier ein Liebesschloss zu befestigen. Menschen, die soziale Netzwerke brauchen, um Freunde zu haben, brauchen vielleicht auch solche Anstöße, um zu reisen. Wenn es denn Heilbronn mehr Touristen bringt: Herzlich willkommen, liebe Valentinsreisende.
Polizeiticker
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