Brettacher Markt: Vielfalt von Gerüchen und Eindrücken

Langenbrettach - Herrliches Marktwetter und ein riesiges Angebot machten den Brettacher Markt auch in diesem Jahr zu einem Besuchermagneten. Marktchefin Heike Fröhlich sowie ihre Marktmeister Harald Stecker und Bernd Waffenschmid hatten wieder alles in den kleinen Ort geholt, was die Besonderheit des Brettacher Marktes ausmacht.

Von Rainer Köller



Langenbrettach - Herrliches Marktwetter und ein riesiges Angebot machten den Brettacher Markt auch in diesem Jahr zu einem Besuchermagneten. Marktchefin Heike Fröhlich sowie ihre Marktmeister Harald Stecker und Bernd Waffenschmid hatten wieder alles in den kleinen Ort geholt, was die Besonderheit des Brettacher Marktes ausmacht.

Stammgäste

Die vielen Besucher haben Spaß dabei, in der Enge zwischen den Ständen zu gehen und ständig andere Gerüche in die Nase zu bekommen. Jetzt riecht es nach Suppe, wenige Meter weiter nach Seife. Es folgen gebrannte Mandeln, dann schwebt der Geruch von Bratwurst oder Steak, das auf offenem Feuer gebrutzelt wird, in der Luft.

Viele Besucher sind Stammgäste wie Gerd Hofmann. Am Eröffnungstag erhielt Ehefrau Karin auf die Frage, was sie kochen soll, die obligatorische Antwort: „Nix, ich ess doch heute eine Currywurst auf dem Markt.“ Auch die Freundinnen Damiana Trovato und Larissa Eisenmann treffen sich schon seit vielen Jahren immer auf dem Markt. Inzwischen sind die 13-Jährigen alt genug, um nach dem Anschauen der Stände dorthin zu gehen, wo sich seit Jahrzehnten die Jugend trifft: beim Autoscooter.

Die Begrüßung durch Bürgermeister Tilman Schmidt bereichern der Musikverein Langenbeutingen und der Chor der Grundschule musikalisch. Schmidt schafft beim Fassanstich nach einem Fehlversuch das Kunststück, den Zapfhahn mit einem einzigen Hieb richtig einzuschlagen.

Die Krise merken die Marketender nicht wirklich. Allerdings stellen viele schon seit längerer Zeit ein wechselndes Kaufverhalten der Marktbesucher fest. Gabriele Lechner aus dem Odenwald verkauft Töpfe, Backformen und Pfannen. Sie weiß von einem Wandel im Handel: „Wir brauchen immer mehr Geduld, die Leute möchten immer mehr beraten werden.“ Die Menge, die sie früher an drei Tagen verkaufte, braucht heute fünf Tage, bis sie weg ist.

Stabile Gebühren

Ein Modeschmuckhändler, der seinen Namen nicht nennen will, schimpft: „Die wollen alles immer billiger, und trotzdem wollen sie die Preise immer hartnäckiger herunter handeln.“ Helga Trömer aus dem Remstal macht allerdings ganz andere Erfahrungen. Ihre Hand- und Therapiepuppen sind Gegenstände, die man effektiv einsetzen kann und die gleichermaßen interessant und beliebt bei Eltern, Lehrern und Erzieherinnen sind. Alle Marketender loben die Marktleitung, da in Brettach noch nicht „abgezockt“ werde wie anderswo, sondern die Standpreise stabil blieben.