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Betriebe schätzen die Arbeit der Handwerkskammer
Von unserem Redakteur Jürgen Paul
Heilbronn - Die Mitgliedsbetriebe stellen der Handwerkskammer Heilbronn-Franken (HWK) ein gutes Zeugnis aus. Das geht aus einer Umfrage unter den 12 000 Betrieben hervor, die die Kammer veröffentlicht hat. Zwar haben nur 673 Betriebe (5,6 Prozent) die Fragebögen zurückgeschickt. Doch die Beratergruppe für Verbandsmanagement (BVM) bezeichnet die Umfrage als repräsentativ, weil die Beteiligung aufgeschlüsselt nach Landkreisen der Betriebs- und Altersstruktur im Kammerbezirk entspreche.
Zwei Drittel der teilnehmenden Betriebe sind mit der Handwerkskammer "sehr zufrieden" oder "zufrieden", jeder fünfte kreuzte "teils/teils" an und lediglich 13,3 Prozent zeigten sich "unzufrieden" oder "sehr unzufrieden". "Dieses Ergebnis hat mich selbst überrascht", freut sich Hauptgeschäftsführer Ralf Schnörr. Schließlich sind die Betriebe Zwangsmitglied in der Kammer, die zudem nicht immer positive Botschaften überbringt − etwa, wenn es um Schwarzarbeit oder Rechtsstreitigkeiten geht.
Beratung
Besonders zufrieden sind die Betriebe mit der Ausbildungsberatung, der Unterstützung bei Betriebsübergaben oder -übernahmen sowie der Abwicklung von Prüfungen. Mit der Bekämpfung der Schwarzarbeit zeigte sich dagegen jeder dritte Befragte unzufrieden. Schnörr sagt, die HWK habe hier nur beschränkte Möglichkeiten.
Der Kampf gegen Schwarzarbeit gehört neben der Ausbildungsberatung, der Nachwuchssicherung und der Prüfungsabnahme zu den Themen, die den Mitgliedern auch in Zukunft besonders wichtig sind.
Bei der Umfrage fällt auf, dass viele Leistungen der Kammer an der Basis kaum bekannt sind. So hat die Mehrheit noch nie etwas von den Beratungsangeboten in den Bereichen Außenwirtschaft, Technologie und Umwelt gehört. Auch die Vermittlung von Streitfällen ist durch die HWK ist weitgehend unbekannt. "Wir müssen sicher noch mehr für unsere Angebote werben", räumt Schnörr ein.
Der Hauptgeschäftsführer sieht in der Mitgliederbefragung den Startschuss für die Neuausrichtung der Handwerkskammer. "Wir wollen die Bedürfnisse unsere Mitglieder künftig noch stärker berücksichtigen", verspricht Schnörr.
Kommunikation
Dazu will die Kammer auch die Kommunikation mit den Betrieben forcieren und auf eine zeitgemäße Basis stellen. Statt per Brief oder Fax soll die elektronische Ansprache über E-Mail vorangetrieben werden. "Da liegen wir noch bei weit unter 50 Prozent", sagt Schnörr mit Blick auf datenschutzrechtliche Hürden, die es zu überwinden gelte.
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