Schwarz-Stiftung wird vom Anstifter zum Akteur

Heilbronn  An Symposien und Tagungen mangelt es nicht in Heilbronn – auch nicht an solchen, in denen es um Zukunftsfragen geht. Eine Veranstaltung Ende Juni sticht aber hervor - weil die Schwarz-Stiftung als Organisator auftritt.

Von Manfred Stockburger

Schwarz-Stiftung wird vom Anstifter zum Akteur
Mit dem Heilbronner Bildungscampus wächst offenbar auch die Rolle der Dieter-Schwarz-Stiftung. Foto: Archiv/Veigel

Nicht die IHK oder ihr Pakt Zukunft lädt ein, auch nicht die Initiative Pro Region. Die Einladung zum ersten Heilbronner Symposium ist unterzeichnet von Professor Reinhold Geilsdörfer, dem Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung gGmbH. Die hatte sich bislang vor allem als Ermöglicher in die regionale Debatte eingemischt, sprich als Finanzier. Nicht aber als Akteur − diese Rolle überließ sie seither gerne der IHK.

"Das Symposium widmet sich insbesondere regionalökonomischen Fragestellungen", heißt es jetzt in der Einladung. Unter anderem spricht mit Professor Wilhelm Bauer der Chef des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation − ein Hochkaräter. Die Veranstaltung ziele auf die Erklärung wirtschaftlicher Konsequenzen von Innovationsprozessen in der Region Heilbronn-Franken, heißt es in der Einladung.

Wissenschaftlicher Charakter

Als Mitveranstalterin taucht die Kammer neben dem Regionalverband, dem Stifterverband sowie Wissenschaftlern der Universitäten Bremen, Jena und Hohenheim zwar weiterhin auf, und IHK-Präsident Harald Unkelbach betont den "wissenschaftlichen Charakter" der Veranstaltung. Dass die Schwarz-Stiftung die Organisation übernimmt, "das hat sich so ergeben", so Unkelbach.

Input kommt am zweiten Tag des Symposiums allerdings unter anderem von Professor Peter Kirchner aus Ludwigsburg und seinem Kollegen Johannes Glückler, die einen "Detailblick hinter die Kulissen der Region" und eine "überregionale Gesamteinordnung" des Kompetenzprojekts versprechen, das einst vom Pakt Zukunft auf den Weg gebracht worden war. Am Ende der "kritischen Bestandsaufnahme" steht eine Podiumsdiskussion über die Frage "Mittendrin oder nur dabei?", mit der Empfehlungen für die Region erarbeitet werden. Dabei sind Unkelbach und Klaus Mandel vom Regionalverband.

Zeitpunkt

Das Symposium startet am Donnerstag, 29. Juni, mit dem englischsprachigen Science Day, der sich um das Thema Regionale Innovation dreht. Am Freitag, 30. Juni, schließt sich der Policy Day an − auf Deutsch. An beiden Tagen können Interessierte kostenfrei an dem Kongress teilnehmen. Anmeldung unter info@symposium.hn Das ausführliche Programm gibt es unter www.dieter-schwarz-stiftung.de.