Rund 15 Millionen Euro für SLK

Region  Das Landessozialministerium hat der Stadt-Landkreis-Kliniken GmbH (SLK) ein Förderangebot von 8,5 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds unterbreitet. Zudem wurden sechs bis sieben Millionen Euro aus Investitionsmitteln des Landes in Aussicht gestellt.

Von Reto Bosch

Rund 15 Millionen Euro für SLK
Der Krankenhausbetrieb in Brackenheim wird eingestellt. Foto: Archiv/Veigel

Mit dem Geld sollen die Strukturveränderungen an den Standorten Brackenheim und Möckmühl sowie die Auswirkungen an den Standorten in Heilbronn und Bad Friedrichshall mitfinanziert werden, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von SLK und Sozialministerium hervorgeht. 

Sozialminister Manne Lucha sagte: "Ich freue mich, dass wir für den Stadt- und den Landkreis Heilbronn eine passgenaue, qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte medizinische Versorgung schaffen können. Die geplanten Maßnahmen sind ein gutes Beispiel für den notwendigen Strukturwandel unserer baden-württembergischen Krankenhauslandschaft." SLK-Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges erklärte der Pressemitteilung zufolge: "Wir sind sehr dankbar für dieses Angebot, welches einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung der guten Krankenhausversorgung durch die SLK darstellt."

In Brackenheim ist vorgesehen, die stationäre Krankenhausversorgung im Laufe des zweiten Halbjahres 2017 an den Standort nach Heilbronn zu verlagern und vor Ort eine geriatrische Rehabilitationseinrichtung, die ambulante Notfallversorgung sowie ein ambulantes medizinisches Grundversorgungsangebot aufrecht zu erhalten. Für die Versorgung der bisher in Brackenheim behandelten Patienten sind Erweiterungen am Standort Heilbronn erforderlich. Diese werden bei der vorgesehenen Förderung für den zweiten Bauabschnitt des Klinikums am Gesundbrunnen aus Investitionsmitteln des Landes finanziert.

Klinik Möckmühl wird ab dem zweiten Halbjahr 2018 zu Medizinzentrum

In Möckmühl soll erst ab dem zweiten Halbjahr 2018 eine Umwandlung des Krankenhauses in ein Medizinzentrum mit einem umfassenden Angebot an Arztpraxen und einer ambulanten Notfallversorgung erfolgen. Die stationäre Versorgung wird an das Klinikum am Plattenwald verlagert, welches hierfür Mittel aus dem Strukturfonds und einer entsprechenden Kofinanzierung des Landes für den Ausbau der Klinik erhält.

Im Zabergäu und rund um Möckmühl gibt es teilweise große Vorbehalte gegen die Schließung der beiden kleinen Häuser.