"Curvy Supermodel" - Kandidatin aus der Region ist dabei

TV  Am Montag startet auf RTL 2 die zweite Staffel von „Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig“. Mit dabei: Romy Fischer aus Erlenbach, die die Sendung für eine Botschaft nutzen will.

Von Joy Dallmann

Romy Fischer mag neben dem Modeln auch das Rugbyspiel. Foto: Heibel

Im Vorjahr verpasste die 18-jährige Schülerin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums in Neckarsulm den Anmeldeschluss knapp. Dieses Mal hat sie es durch zahlreiche Vorrunden geschafft und ist jetzt beim TV-Cast dabei. Seit Romy die Zusage für die Teilnahme bei dem Format erhalten hat, hofft die ganze Jahrgangsstufe darauf, sie schon bald im Fernsehen sehen zu können.

„Natürlich habe ich mir eine Zusage erhofft. Trotzdem kommt das Ganze ziemlich plötzlich“, erzählt Romy mit einem strahlenden Lächeln. Die Gymnasiastin sieht es als einmalige Chance, vor allem anderen Jugendlichen zu beweisen, wie wichtig es ist, dass man sich in seinem Körper wohlfühlt. Dabei steht für sie die Karriere als Supermodel nicht an erster Stelle. „Ich möchte vor allem Mädchen ermutigen, mit sich klarzukommen, so wie sie sind. Ich will ein Statement setzen“, sagt Romy.

Weg zu mehr Selbstvertrauen

Die Wurzeln ihres Wunsches liegen in ihrer Vergangenheit: „Bis zur neunten Klasse wurde ich immer wieder von Mitschülern gemobbt. Einfach weil ich nicht ihrem Maß an Schönheit entsprach.“ Ein Schatten huscht über das Gesicht der 18-Jährigen. Die Zeiten waren nicht immer leicht für die junge Frau mit den langen Haaren. Doch zwischenzeitlich ist sie ein neuer Mensch geworden. Besonders ihre Freunde haben sie auf ihrem Weg zu mehr Selbstvertrauen tatkräftig unterstützt. „Zuerst habe ich ihnen das nicht glauben können, doch mit mir selber klar zukommen, hat so vieles in meinem Leben verändert“, sagt Romy.

Besonders die Botschaft hinter ihrem Handeln will Romy zum Ausdruck bringen. „Was ich geschafft habe, ist etwas, das jeder schaffen kann.“ Ihre Entschlossenheit ist ihr deutlich anzusehen. Für die Welt und ihre Normen würde sie sich nie verändern wollen. „Der Schlankheitswahn von TV-Shows wie 'Germany‘s Next Topmodel' geht mir wirklich gegen den Strich“, erklärt Romy und nimmt kein Blatt vor den Mund.

Rugby spielen und modeln

Angelina Kirsch, die Moderatorin von „Curvy Supermodel“ ist ein großes Vorbild von ihr. „Wir haben sogar schon einmal über Facebook geschrieben“, sagt Romy. Auch ihr Sport Rugby half der damals 15-Jährigen, nicht im Selbstmitleid zu versinken. „Ich bin echt total gerne Mädchen und liebe es, mich schick zu machen, wenn ich ausgehe. Aber trotzdem liebe ich den Schlamm auf dem Feld. Auf der einen Seite bin ich diese taffe Kämpferin und andererseits genieße ich es, das hübsche Mädchen zu sein, das sich fotografieren lässt.“