Vom Ringen um mehr Geld für den Spitzensport

Heilbronn  Eine Podiumsrunde gestern Abend mit regionalen Wirtschaftsgrößen und dem Ex-Boxer Henry Maske bringt die Diskussion um eine Sportstätte im Raum Heilbronn wieder auf die Tagesordnung.

Von Manfred Stockburger

Braucht die Region eine neue Sportarena? Und wie können Firmen dazu bewegt werden, mehr Geld in die Förderung des Spitzensports zu investieren? Konkrete Antworten auf diese Fragen, die der regionalen Sportszene schon seit Jahren unter den Nägeln brennen, gab es auch am Mittwochabend bei der Veranstaltung mit dem Ex-Boxer Henry Maske im Intersport-Eventcenter Redblue nicht. 

Einmütig beschwörten Intersport-Chef Kim Roether, Gerd Chrzanowski von der Schwarz-Gruppe, der Heilbronner Volksbank-Vorstand Jürgen Pinnisch und Oberbürgermeister Harry Mergel bei einer von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer moderierten Podiumsdiskussion den Breitensport. Und dass die Unterstützung ihrer Firmen für den Sport der breiten Bevölkerung zugute kommen müsse.

"Spitzensportler brauchen eine Weltklasse-Unterstützung"

Einzig der Neckargartacher Olympia-Ringer Eduard Popp forderte unter Beifall des Publikums von der regionalen Wirtschaft eloquent mehr Einsatz für die regionalen Spitzenathleten. Und für bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen. Unterstützt wurde er dabei vom Stargast Henry  Maske: „Spitzensportler brauchen eine Weltklasse-Unterstützung.“ Popp ging bei der Veranstaltung im Rahmen der 1250-Jahr-Feier des Heilbronner Stadtteils Neckargartach dennoch ohne eine öffentliche Zusage nach mehr Geld nach Hause. 

Vereine in der Pflicht

Und was ist mit der Halle? In dieses Thema scheint ein wenig Bewegung zu kommen. Immerhin bestätigte Harry Mergel Gespräche mit Nachbarkommunen und mit der Wirtschaft zu diesem Thema. Für eine Multifunktionsarena bräuchte man aber entsprechende Nutzer, die genügend Zuschauer anziehen würden. Der Oberbürgermeister sieht also auch die Vereine wie die Neckargartacher Ringer oder die Handballerinnen aus Neckarsulm in der Pflicht, mit sportlichen Leistungen ihre Zuschauerbasis weiter auszubauen. 

Ein weiteres Comeback schloss Henry Maske, der inzwischen als McDonalds-Gastronom sein Geld verdient, bei der Veranstaltung aus. Der Bau einer wie auch immer gearteten Sportarena in der Region ist da auf alle Fälle näher.