Streitpunkt Festqualität: Kampf um Besucher wird härter
Region Heilbronn - Die Diskussion ist losgetreten. Mit seinem Ruf nach mehr Qualität auf den Festen in der Region hat Heilbronns Marketingchef Bernhard Winkler ein Thema gesetzt, das viele berührt. Gibt es wirklich inflationär viele Festangebote und sind die meisten allenfalls Mittelmaß?
Ihre Meinung ist gefragt: Was macht für Sie ein qualitativ gutes Fest aus?
Kommentare
11 Kommentare-
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grisu1978
(33) am 24.08.2009 20:59 Uhr
mehr Qualität auf Festen
Ich denke so unrecht hat Herr Winkler diesbezüglich nicht. Jeder möchte unbedingt sein eigenes Fest, so gehen die meisten einfach in der Masse unter. Feste mit hoher Qualität, beispielsweise das Folk im Schlosshof in Bonfeld oder das Lichterfest in Heilbronn, stehen hingegen vor dem Aus, weil ihnen unüberwindliche Steine in den Weg gelegt werden bzw. die GEMA völlig überzogene Forderungen an die Veranstalter hat.
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wirwilhelm
am 25.08.2009 19:12 Uhr
Der Kampf
um die Besucher wird härter und die Bundeswehr muss unbedingt in Afghanistan sein.
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wirwilhelm
am 25.08.2009 21:22 Uhr
Wenn mit Festen kein Geld gemacht würde,
gäbe es auch keine - nirgendwo. Es sei den Privatfeste.
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leser28
(38) am 25.08.2009 22:12 Uhr
Qualität von Festen
@wirwilhelm, Selbstverständlich wollen die Festveranstalter Geld verdienen. Wenn zum Beispiel beim Erlenbacher Weinfest unzählige Mitglieder des veranstaltenden Musikvereins ehrenamtlich arbeiten, um Geld für z.B. Musikinstrument in die Kasse zu bekommen, ist das nicht negativ. Lasse ich dort 20 Euro liegen, kommt davon ein bestimmter Anteil dem Musikverein zugute. Das ist okay.
Natürlich gibt es auch Feste von kommerziellen Veranstaltern. Besuche ich solch ein Fest, habe ich nicht den Gewinn des Veranstalters im Sinn, sondern will etwas essen und trinken und mich zusammen mit Freunden vergnügen. Dass ich dafür einige Euro auf den Tisch legen muss, versteht sich von selbst. Jeder kann frei entscheiden, ob er ein Fest besucht. Sinn des Artikels von Herrn Friese ist zu erfahren, welche Art von Festen ankommen und ob es Änderungsbedarf gibt. -
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dirk001
am 25.08.2009 21:35 Uhr
@ wirwilhelm
ich bin ja eigentlich nicht ganz dumm aber jetzt erklär mir bitte mal was der einsatz der bundeswehr in afghanistan mit den festen im landkreis heilbronn zu tun hat, aber bitte langsam ich lese häufiger die zeit und zeitleser sind nicht so schnell
also wat is en dampfmaschine wir wilhelm -
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wirwilhelm
am 25.08.2009 22:09 Uhr
Ich bin auch nicht gerade der Allerdümmste,
also wären wir somit schon zwei. Sollten wir nicht nen Verein gründen, wenn wir noch einen finden? Das mit : Fest, Kampf, Bundeswehr ergibt sich doch von selbst, wenn man die Ironie oder den Sarkassmus bemüht.
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bluffer1
(2) am 25.08.2009 22:38 Uhr
wirwilhelm
Wer ein Fest mit Kampf verbindet sollte besser zu Hause im Keller bleiben und Kartoffeln zählen.
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weiszinger
am 25.08.2009 22:43 Uhr
ein fest ist ein fest wenn....
Ein Fest ist dann ein Fest, wenn sich eine überschaubare soziologische Gruppe, Familie (Taufe, Hochzeit etc.) oder auch Weinernte (Weingärtner und deren Angehörige) gemeinsam ob des festlichen Anlasses (geburt, Ernte, etc.) freuen. Dazu werden traditionell auch weiter entfernte Angehörige (Partnerstädte z.B.) eingeladen. Daneben gibt es religiöse Feste - Mariä Himmelfahrt, Weihnachten, Ostern etc...welche von denen begangen wird, denen der Anlaß des festes mit dem Herzen klar ist.
Mal ganz einfach "heruntergebrochen",: ich freu mich riesig, dass die selbstgezogenen Tomaten - div. Sorten - jetzt reif sind, diese Freude möchte ich mit anderen teilen und lad die Nachbarschaft zum Tomatenfest ein. Es gibt Tomaten in Form von Salat, gebraten, gegrillt- auch gedünstet und allerlei herum - auch genügend schnaps....
fast alle "Feste" heutzutage, Weinfest, Traubenblütenfest, Lichterfest etc. etc. sind keine feste im eigentlichen Sinne, sondern mehr oder wenig erfolgreiche Versuche, das geld, welches die Leute ansonsten woanders ausgeben würden - z.B. in der gartenwirtschaft um die Ecke - zusammen mit Freunden - auf diesen sogenannten Festen abzugreifen, bzw. einzusammeln. D.h. diese "Feste" sind keine, da überwiegend kommerzieller Natur, wie z.B. das anstehende Heilbronner Weinfest. ist doch schön, dass mann/frau sich mit oberbürgermeisterlichem Segen samt aller Politprominenz dort einen gehörig hinter die Binde gießen kann. das alles ist kein FEST, sondern eine grandiose Abfüllstation.
Können wir uns eigentlich noch eine Welt vorstellen, in der all diese Wein, blüten, trauben, etc. etc. feste einmal nicht stattfinden. ich trete ein für eine "Fest"-lose zeit, wenigstens für 5 jahre, mal sehen, wie sich die gewichte verschieben, die Wirte in den Gartenwirtschaften wird´s freuen, der Müll und die damit verbundenen nebenerscheinungen wie prügeleien, Polizeieinsatz, betrunkene nahe dem koma nachts um 1/2 2 auf dem rathausplatz erübrigen sich vielleicht dann auch.
Vielleicht ist die ausufernde festmanie auch nur eine reaktion auf die allgegenwärtige Orientierungslosigkeit, denn allgemeinen Frust produktiv umzusetzten. -
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saporo
(47) am 26.08.2009 01:55 Uhr
diese Meinung
von Herrn Weiszinger hat was, da kann ich mich nur anschließen. Den örtlichen Gastronomen würde das sicher auch besser gefallen wenn genau in der Sommerzeit wenn er gerade mal seine Gartenwirtschaft öffnet nicht an jedem Wochenende ein kommerzielles "Fest" im Umkreis statt finden würde.
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hoechstberger
(12) am 26.08.2009 07:04 Uhr
Feste von Vereinen veranstaltet
Sicher ist die Anzahl der Feste im Sommer schon beinahe inflationär. Wer aber aus einem kleinen Verein so wie ich kommt wird schon verstehen, das schon allein aus finanziellen Notwendigkeiten heraus die Durchführung eigentlich unerläßlich ist. Das bei der Angebotsauswahl im kullinarischen Bereich den Veranstaltern die Hände gebunden sind liegt nicht zuletzt auch an den vielen Vorschriften und Verordnungen (z.B.WKD) welche einzuhalten sind. Also ähneln sich die Feste in ihren Angeboten. Dennoch ist, um es am Beispiel der "Krummen Ebene" mit den Gundelsheimer Ortsteilen Bachenau, Höchstberg, Obergriesheim und Tiefenbach zu erläutern so, das diese Feste sehr gut angenommen und besucht werden, vor allem auf Gegenseitigkeit. Diese Besucher unterstützen ganz bewußt die lokalen Vereine,weil eben nur so die finanziellen Grundlagen für das funktionieren eines Vereines geschaffen werden können. Das dabei dem Festlesbesucher der eigene oder der Nachbarverein nähersteht als der (Groß)-Gastronom in der Stadt liegt auf der Hand. Dabei ist noch nicht einmal der nicht ganz unbeträchtliche Preisunterschied zwischen Stadt und Land berücksichtigt. Das die Feste im Sommer stattfinden müssen ist auch klar. Der Gastronom wird kein Open-Air und der Landverein kein Strassenfest im Winter veranstalten wollen. Also läßt sich eine Terminüberschneidung kaum verhindern. Bleibt eigentlich nur noch der alte Spruch: Leben und leben lassen oder wie es im Rheinland heisst: Mer muß auch jönne könne!
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