Startschuss für autonomes Fahren

Heilbronn  Es ist ein Traum für Autofahrer und ein Zukunftsprojekt für Städte: das autonome Fahren. Am Mittwoch fiel in Heilbronn und Karlsruhe der Startschuss für das „Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg“.

Von Iris Baars-Werner

 

Neben zahlreichen Karlsruher Forschungsinstituten sind die Städte Karlsruhe, Bruchsal und Heilbronn beteiligt. Auch die Hochschule Heilbronn (HHN) arbeitet in dem auf fünf Jahre ausgelegten Forschungsprojekt mit.

2,5 Millionen Euro zahlt das Land an Zuschüssen, noch einmal mindestens 2,5 Millionen Euro kommen über ausgeschriebene Forschungsprojekte hinzu. Die Stadt Heilbronn setzt 430.000 Euro. Mit den Beteiligungen der weiteren Partner hat das Projekt einen Investitionsrahmen von bis zu sieben Millionen Euro.

Am Mittwoch wurden erste Module in Betrieb genommen, Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup sagte dazu: „Für uns alle ist das Neuland.“ In Heilbronn sind der erste Schritt zwei Kreuzungen im Bereich der Karl-Wüst-Straße, die dank intelligenter Systeme und Kameras mit den am Straßenrand stehenden Rechnern kommunizieren. Und mit dem Audi A3 e-tron, dem Testfahrzeug der Hochschule Heilbronn. So werden in Sekundenbruchteilen alle Verkehrsdaten verarbeitet und die Analysen zurückgespielt.

Angebot an Unternehmen

Bis Mai 2018 wird das ganze Testfeld vernetzt sein: In Heilbronn ist es ab der Autobahnabfahrt A6 7,5 Kilometer lang und hat als Endpunkt das Parkhaus im Technologiezentrum Wohlgelegen. Es wird in einem zweiten Schritt für das autonome Einparken ausgerüstet. Bereits zur Bundesgartenschau 2019 will Heilbronn moderne Verkehrskonzepte präsentieren. „Autonomes Fahren wird die Stadtplanung verändern“, ist Heilbronns Bürgermeister Wilfried Hajek überzeugt.

Das Testfeld wird der Karlsruher Verkehrsverbund KVV als Betreiber ab Sommer 2018 auch an Unternehmen – Autohersteller, Zulieferer, Verkehrs- und Logistikdienstleister – vermieten. Sie nutzen nach einer Sicherheitsüberprüfung die Infrastruktur in Heilbronn und Karlsruhe für Entwicklungen, um Produkte des autonomen und vernetzten Fahrens zur Serienreife zu führen.

Thema für Hersteller und Zulieferer

Mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigen sich Hersteller und Zulieferer schon seit Jahren. Viel e der Aktivitäten sind nun im Heilbronner Projekt gebündelt. So ist der Stuttgarter Technologiekonzern Bosch – meist in Zusammenarbeit mit Herstellern – an vielen Projekten beteiligt. Vor allem mit Hilfe von Sensoren, Kameras und cloud-basierten Datenbanken geht um eigenständiges Einparken, Hilfe bei der Parkplatzsuche und eben auch um sicheres autonomes oder teil-autonomes Fahren auf der Straße. Eine große Rolle spielt dabei auch der Entwicklungsstandort Abstatt. Daimler ist auch im Lkw- und Transporterbereich dabei, marktfähige Angebote zu schaffen. Auch Audi unternimmt einiges, schon vor Jahren wurde präsentiert, wie ein Audi im Parkhaus selbständig einparken kann. Nach Angaben der Hersteller könnten viele Angebote bereits ab 2020 zur Verfügung stehen. 

 

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