Spendenaktion für neue Kinderstation: Noch fehlen 200.000 Euro

Interview  Noch vier Wochen läuft die Spendenaktion der Stiftung "Große Hilfe für kleine Helden". Im Interview erläutern Ralf Klenk und Christoph Troßbach, welche Bedeutung die geplante Neonatologie-Station hat.

Von Uwe Ralf Heer

Spenden sammeln für neue Kinderstation: Noch fehlen 200.000 Euro

Die Intensivstation der Kinderklinik soll dank der Spendensammlung künftig universitärem Standard entsprechen. Klinikchef Professor Peter Ruef (links) und Stiftungsgründer Ralf Klenk hoffen auf einen erfolgreichen Endspurt der Aktion. Foto: privat

Der Endspurt bei der Spendenaktion zu Gunsten des Neonatologie-Neubaus an der Kinderklinik am Gesundbrunnen Heilbronn hat begonnen. Knapp eine halbe Million Euro wurden von der Stiftung "Große Hilfe für kleine Helden" bislang gesammelt. Noch aber fehlen rund 200.000 Euro. Stiftungsgründer Ralf Klenk und Stiftungsvorstand Christoph Troßbach erläutern im Interview, warum diese Spendenaktion für kranke neugeborene Kinder von so großer Bedeutung ist.

 

Wie beurteilen Sie die bisherige Spendenaktion?

Ralf Klenk: Wir freuen uns, wie viele Spenden für diese wichtige Aktion zusammengekommen sind. Und ich bin zuversichtlich, dass wir es mit großer Anstrengung schaffen, die erforderlichen 700 000 Euro zu erreichen.

Christoph Troßbach: Wir müssen sicher noch mehr klarmachen, welch historische Chance das für die Region ist, denn mit einer erfolgreichen Aktion ermöglichen wir es, dass die Kinderklinik ein universitäres Niveau erhält.

 

Der Neonatologie-Neubau wird mit fünf Millionen Euro vom Land bezuschusst. Wozu braucht es dann noch die Spendengelder?

Klenk: Mit dem Zuschuss wird der reine Bau finanziert. Wir müssen aber mit den Spendengeldern dazu beitragen, dass im Gebäude auch eine erstklassige medizinische Ausstattung angeschafft werden kann. Dabei geht es um dringend benötigte Anschaffungen, wie beispielsweise Beatmungsgeräte für Neugeborene und auch um insgesamt hochwertige Medizintechnik. Man darf dabei nicht vergessen, dass dieses Projekt den gesamten Bereich der Kinder- und Jugend-Intensivmedizin beinhaltet. Es geht nicht nur um die zu früh geborenen Kinder.

Troßbach: Es ist eine einmalige Chance, die wir im Sinne der gesamten Region nutzen müssen. Schließlich hat die Kinderklinik einen großen Einzugsbereich, der bis zu 800.000 Menschen umfasst. Wir haben 6000 Kinder, die jährlich stationär behandelt werden und zudem 17.000 ambulante Patienten. Die kommen aus einem weiten Radius. Für sie alle wollen wir mit dieser Aktion eine Top-Versorgung schaffen, damit niemand mit seinem Kind weite Fahrten nach Heidelberg oder Freiburg machen muss.

 

Was passiert aber, wenn die Spendengelder nicht ausreichen?

Klenk: Wir haben versprochen, dass das Geld fließt. Und es muss uns gelingen. Ich bin da weiterhin zuversichtlich und hoffe auch auf Großspender, Serviceklubs oder Firmenunterstützung. Im schlimmsten Falle müssten wir leider Gelder aus anderen Stiftungsprojekten abziehen.

Troßbach: Trotz der nachhaltig großen Unterstützung durch die Menschen und Unternehmen in der Region darf man nicht vergessen, dass wir auch ständige Verpflichtungen eingegangen sind. Beispielsweise bei der Mitfinanzierung von Personalstellen in der Klinik. Eltern und Kinder verlassen sich darauf.

 

Welchen Stellenwert hat die Kinderklinik, wenn die Aktion erfolgreich verläuft?

Klenk: Mit derzeit rund 3000 Geburten pro Jahr ist die Kinderklinik im Ranking eine sogenannte Level-1-Einrichtung und das ist für unsere Region von immenser Bedeutung. Mit unserer Leuchtturmaktion wird nun der Level-1-Standard zukunftssicher verankert und dies stärkt natürlich den gesamten Standort.

 

Was ist in den letzten vier Wochen der Spendenaktion noch geplant?

Troßbach: Nachdem die Aktion mit dem Benefizkonzert der Open Doors am 18. Februar in der Kreissparkasse Heilbronn erfolgreich gestartet wurde, hoffen wir natürlich auf ein erfolgreiches Finale bei der Blacksheep-Charity-Nacht am 4. November im Redblue Messezentrum Heilbronn. Das ist ein herausragender Konzertabend mit internationalen Künstlern, und wir hoffen, dass wir dann an diesem Abend den Scheck mit der erforderlichen Spendensumme übergeben können.

 

So können Sie helfen:

Überweisen Sie Ihre Unterstützung auf eines der beiden Spendenkonten:

Kreissparkasse Heilbronn
IBAN: DE84 6205 0000 0000 0074 43
Volksbank Heilbronn
IBAN: DE13 6209 0100 0390 3900 03

Weitere Infos auf unserer Themenseite zur Aktion.