Social-Media-Sprechstunde: Profis geben Tipps

Heilbronn  Mehr Interessenten als Plätze gab es bei der ersten Social-Media-Sprechstunde Heilbronn am Montagabend in den Räumen der Heilbronner Stimme. Von der kostenlosen Beratung in Sachen Facebook und Co. nahmen die Teilnehmer neue Sicherheit und klare Entscheidungen mit nach Hause.

Von Isabelle Müller

An Nachfrage mangelt es nicht: Bei der ersten Social Media Sprechstunde mussten mehrere Interessenten auf kommende Termine vertröstet werden.

Das Telefon von Bianka Blavustyak stand kaum still. Und das, obwohl die Gründerin der Social-Media-Sprechstunde noch Zweifel hatte, ob es in der Region genug Leute gibt, die sich für das kostenlose Beratungsangebot interessieren. Doch jetzt ist klar: Heilbronn sucht Rat in Sachen Facebook und Co. - und das nicht zu knapp. 

"Wir mussten mehrere Anrufer auf die kommenden Termine vertrösten, die Nachfrage ist überwältigend", sagt die selbstständige Social-Media-Beraterin und Lektorin.  Die ersten vier Interessenten kamen am Montagabend in den Räumen der Heilbronner Stimme zum Zug. 

Claire Donner nutzt Facebook bislang ausschließlich privat und will künftig auch beruflich im Social-Media-Bereich punkten. "Da gibt es ja super spannende Möglichkeiten. Aber das klingt immer so komplex", sagt die 29-Jährige, die Tourismus-BWL studiert hat und im Vertrieb arbeitet. Gemeinsam mit Bianka Blavustyak sprach sie über Facebook, Twitter, Youtube und Google Plus - und über die Frage, welches Medium für welches Unternehmen überhaupt sinnvoll ist. "Ich muss mich da noch viel mehr reinfuchsen", zieht Claire Donner Fazit. 

Eine klare Entscheidung nimmt Wolfgang Weber aus Sontheim mit nach Hause. Als Vorstandsmitglied im Sontheimer Offener Kreis (SOK), ein Zusammenschluss von 31 Vereinen und Organisationen, hatte er überlegt, eine Facebook-Seite zu eröffnen, jetzt aber die Idee verworfen. "Die Kosten-Nutzen-Rechnung muss stimmen, das ist mir klar geworden", sagt der 70-Jährige. Der SOK habe nicht genug Veranstaltungen oder Neuigkeiten, um regelmäßig etwas auf Facebook zu erzählen. "Da lohnt sich auch die Energie und Zeit nicht. Das ist doch eher Aufgabe der Mitgliedsvereine", sagt Weber.

Richtig einsteigen will hingegen Dieter Forster aus Flein. "Ich fühl mich jetzt sicher bei Facebook und weiß, was all die Symbole bedeuten", sagt der 75-Jährige. Dass er seine Beiträge aus Versehen öffentlich statt nur für seine Freunde sichtbar macht, wird ihm nicht mehr passieren. "Diese ganzen versteckten Einstellungen haben mir bisher Angst gemacht". Als nächstes wird Dieter Forster eine Facebook-Gruppe für seinen wöchentlichen Radtreff der Diakonie Heilbronn einrichten. Was er dabei noch besser machen kann, will er bei einer der kommenden Social-Media-Sprechstunden lernen. 

 

Die Social-Media-Sprechstunde findet jeden dritten Montag im Monat statt.

Nächster Termin:
18. August, 18 bis 20 Uhr, Heilbronner Stimme, Allee 2 

Anmeldung
Telefon: 07143/787 88 77 (Bianka Blavustyak)
Mail:  smshn@smshn.de

Weitere Informationen: www.smshn.de