Proteste gegen den geplanten Rückbau des AKW Neckarwestheim

Stuttgart/Neckarwestheim  Mit einer Protestaktion vor dem Umweltministerium in Stuttgart haben Aktivisten das Rückbaukonzept des Atomkraftwerks Neckarwestheim I kritisiert.

Robin-Wood-Protest vor Umweltministerium
Ein Robin Wood-Aktivist demonstriert am 13.02.2015 in Stuttgart (Baden-Württemberg) vor dem baden-württembergischen Energieministerium und hat sich an einen Fahnenmast angebunden. Die Demonstranten protestieren gegen das Rückbaukonzept für das Atomkraftwerk Neckarwestheim

Durch den geplanten Rückbau würden hunderttausend Tonnen strahlende Abfallstoffe wie Stahl und Beton zu Wiederverwendung etwa im Straßenbau freigegeben, sagte eine Sprecherin der Umweltorganisation Robin Wood am Freitag.

Das Umweltministerium wies das zurück. Der Energiekonzern EnBW betonte, eine unkontrollierte Verbreitung radioaktiver Stoffe finde nicht statt. „Für sämtliche im Rahmen des Rückbaus anfallenden Reststoffe und Abfälle gibt es klar geregelte Entsorgungs- und Verwertungspfade“, erklärte der Energiekonzern.

Der Antrag von EnBW zur Demontage des AKW werde derzeit noch geprüft, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Dabei sei ein Höchstmaß an Sicherheit das oberste Kriterium. Der Reaktor I des Atomkraftwerks wurde im Zuge der Energiewende nach Fukushima 2011 stillgelegt; Reaktorblock II muss bis Ende 2022 vom Netz gehen.  lsw