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Neckarsulmer Ganzhornfest: Treffpunkt für Heimkehrer
Von Christian Gleichauf
Neckarsulm - Tausende drängten sich am Samstag und Sonntag durch die Straßen von Neckarsulm. „Das Fest aller Feste“, wie der Neckarsulmer Oberbürgermeister Joachim Scholz das Ganzhornfest bei der Eröffnung bezeichnete, ist an den ersten zwei Tagen die erhoffte Gute-Laune-Veranstaltung gewesen.
Die Guggemusiker und Musikvereine der Stadt sorgten auf dem Museumsplatz für Stimmung, rockiger ging es auf dem Marktplatz zu. Dazwischen Stand an Stand und jede Menge Menschen.
Feiern
„Heut’ ist so ein schöner Tag“ ertönt aus den Lautsprechern vor dem Museum. Gudrun Schmidt (links) und Annegret Kaicher tanzen dazu und feiern am Samstagabend zu fortgeschrittener Stunde ausgelassen ihr Fest. „Wir haben Spaß“, meint die Neckarsulmerin Gudrun Schmidt. Heute werde es sicher spät – erst um zwei Uhr ist Sperrstunde, und auch kurz vor zwölf ist es noch angenehm warm.
„Morgen ist Zeit zum Ausruhen“, meinen die Freundinnen. Und neben den zahlreichen Besuchern aus dem Umland gibt es natürlich auch viele ehemalige Neckarsulmer, die hier alte Bekannte wiedertreffen.
Nur Lappalien
Bis auf einige „Lappalien“ geht das Fest ohne größere Zwischenfälle über die Bühne, berichten die Rotkreuz-Sanitäter am Eingang zur Festmeile. Auch Festorganisator Siegfried Schwientek bestätigt am Sonntag: „Bislang ist alles außerordentlich harmonisch verlaufen.“ Dass das so bleibt, hoffen natürlich nicht nur die Verantwortlichen.
Die Vorkommnisse auf dem Holzmarkt in Ilsfeld vergangene Woche haben sensibilisiert. „Wir haben vier Beamte ständig auf dem Fest im Einsatz“, sagt der Neckarsulmer Polizeirevierleiter Bernhard Mai. Dazu kommen mehrere Ordner, „und natürlich ist das Revier nicht weit“, ergänzt der Leiter des Ordnungsamts, Bernd Pfitzenmaier. Auf jeden Fall sollen die Vereine sofort reagieren können, wenn es brenzlig wird. „Dazu sind in jedem Stand Notfallnummern angebracht“, erklärt Pfitzenmaier. Sicherheitskräfte und Polizei seien dann sofort zur Stelle.
Restrisiko
Man könne natürlich nicht alles verhindern – „der Holzmarkt war ja lange Zeit auch unkompliziert“, sagt Polizeichef Mai. Doch mehrere Gespräche zwischen Vereinen, Stadt und Polizei sollten dafür gesorgt haben, dass im Fall des Falles schnell reagiert wird. Dazu kommt, dass nach der Massenpanik von Duisburg und der darauffolgenden Diskussion um die Verantwortung die Vorgaben der Stadt eher akzeptiert würden, wie Bernd Pfitzenmaier festgestellt hat. „Auflagen werden jetzt auf jeden Fall genauer wahrgenommen.“
04. September 2010
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