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Kreistag sagt Ja zu Klinik-Neubau und Stadtbahn
Von Reto Bosch und Herbert Kaletta
Blick in einen Innenhof des künftigen Krankenhauses Heilbronn. Zeichnung: TMK Architekten Ingenieure Stuttgart
Roigheim - Der Heilbronner Kreistag hat am Montag den Finanzierungskonzepten für die Neubauten der Stadt-Landkreis-Kliniken (SLK) und der Stadtbahn Nord zugestimmt. Im Fall der Krankenhaus-Finanzierung gab es eine Enthaltung. Das Gremium insgesamt betonte die Bedeutung einer modernen, wohnortnahen Krankenhausstruktur. Der Landkreis gewährt einen Investitionskostenzuschuss für den Neubau der beiden Krankenhäuser. Die Gesamtkosten für den Gesundbrunnen betragen 167 Millionen, für den Plattenwald 122,5 Millionen Euro.
Landesanteil
Das Land übernimmt insgesamt 137 Millionen Euro. Dem Landkreisanteil von 64,6 Millionen Euro stimmte das Gremium am Montag zu. Der Betrag wird in den Jahren bis 2015 finanziert. Auf die Stadt Heilbronn entfallen 22,7 Millionen Euro. Der Eigenanteil der SLK GmbH beläuft sich auf 65,5 Millionen Euro.
So wird das Krankenhaus in Bad Friedrichshall künftig aussehen. Es ersetzt den 1977 eingeweihten Spitalbau des Landkreises.
Zeichnung: HWP Planungsgesellschaft Stuttgart
Einverstanden waren die Kreisräte damit, dass der Landkreis Ausfallbürgschaften an die Klinik-Gesellschaft gewährt. Volumen: 33 Millionen Euro. Übersteigen die Baukosten die Planungen im Fall des Plattenwalds, werden diese im Verhältnis von 85 zu 15 Prozent von Landkreis und GmbH getragen. Mehrkosten beim Gesundbrunnen übernimmt allein die SLK, die Stadt Heilbronn muss dann nicht tiefer in die Kasse greifen.Signal
Auf Grün stellte der Kreistag bei einer Enthaltung auch das Signal für das finanzielle Engagement des Landkreises zur Fertigstellung der Stadtbahn-Nord. Die Baukosten betragen insgesamt 66 Millionen Euro. Planungs- und Baukosten schlagen für den Landkreis anteilig mit rund 10,5 Millionen Euro zu Buche. Dazu kommen Betriebskosten. Für die vom Land bestellten zusätzlichen Zugkilometer werden rund 2,4 Millionen Euro pro Jahr fällig. Der Landkreis übernimmt davon eine Million Euro. Etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr zahlt der Landkreis für die Beschaffung der Fahrzeuge, deren Gesamtkosten von mehr als 51 Millionen Euro auf 22,5 Jahre verteilt werden.
Die an der Strecke liegenden Kommunen müssen nun ihren Kostenanteilen noch zustimmen, Bad Friedrichshall tat dies bereits.
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