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Kenianer holen sich die Siegprämie
Von Rolf Muth
3500 Teilnehmer hatten sich bis Freitag angemeldet, letztlich gingen an diesem sonnigen Sonntag über 4400 Läufer auf die Strecke. Willenskraft, Durchhaltevermögen, Fitness, Kampfgeist zeichnen die Athleten beim Bottwartal-Marathon aus. 459 Teilnehmer wählten die 42 Kilometer lange Marathon-Strecke. Hier bezwang der Kenianer Amos Kimeli Rotich den deutschen Spitzenläufer Marco Diehl mit einem knappen Vorsprung von zwei Minuten. Zur Halbzeit war Diehl dem Schwarzafrikaner noch deutlich voraus, konnte dem leistungsstarken Kenianer (2:33:42) aber bei den kräftezehrenden Schlusskilometern nichts entgegensetzen. Diehl kam mit 2:35:43 durchs Ziel. Die Kenianerin Edna Kimaiyo siegte bei den Damen mit 2:48:23.Nicht jedem schmeckt die Teilnahme der kenianischen Läufer, die über den SSV Ulm nach Deutschland kommen. SSV-Trainer Wieland Pokorny hat dort das Projekt „Running for a better future“ – Laufen für eine bessere Zukunft – ausgerufen. Unterkunft, Betreuung, Verpflegung finanziert der Verein in Ulm. Die Siegprämien dürfen die Läufer aus Kenia behalten. 400 Euro ist mit Blick auf ein durchschnittliches Monatseinkommen von 70 Euro viel Geld. Die Läufer unterstützen damit ihre Familien.
Bildergalerie: Bottwartal Marathon Großbottwar - Start | 16.10.
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Auch beim Halbmarathon kenianischer Jubel
Auch beim Halbmarathon siegte ein Kenianer: Elisha Kipchirchir Rotich kam mit 1:07:30 auf der Nordschleife als Erster durchs Ziel. Sein Landsmann Ben Massai siegte auf der Südschleife mit 1:07:37. Halbmarathon Damen: Südschleife – Lisa-Maria Schreier 1:31:13; Nordschleife: Heike Volkert mit 1:25:34.
Beim Dreiviertel-Marathon mit 31,6 Kilometer, gingen 208 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke. 2010 hatten die Organisatoren diese Distanz zum ersten Mal angeboten. „Das kommt hervorragend an“, sagt Gerhard Petermann vom TSG Steinheim. Der Dreiviertel-Marathon ist bei jenen beliebt, die in zwei Wochen beispielsweise beim Frankfurt-Marathon mitmischen wollen, sich an diesem Wochenende vorab nicht übernehmen wollen. Andere trauen sich die volle Distanz des Marathons noch nicht zu, tasten sich quasi heran.
Sieger war hier Kay-Uwe Müller aus Heilbronn mit 1:53:58. Bei den Damen lief Annette Wieland mit 2:34:53 als Erste durchs Ziel.
Gerhard Petermann wird im kommenden Jahr die Organisationsleitung vom Vater des Bottwartal-Marathons, Werner Neumann (SKV Oberstenfeld), übernehmen. Dann starten die Läufer zum ersten Mal in Steinheim und nicht mehr an der Bottwartalkellerei in Großbottwar. „Bei uns in Steinheim gibt es eine hervorragende Logistik. Wir haben 1000 Parkplätze, bessere Dusch- und Umkleidemöglichkeiten.“, sagt Petermann. Die Koalition der Marathon-Organisatoren bleibt allerdings unverändert. Fünf Kommunen, acht Vereine ziehen bei diesem sportlichen Mega-Event an einem Strang.
Bildergalerie: Bottwartal Marathon | Zieleinlauf: 12.22-13.25 Uhr
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