Jürgen Mennel ist nach 2100 Kilometer fast im Ziel (14.10.2010)

Heilbronn/Athen - Jürgen Mennel hat es geschafft. Am Mittwochabend ist der Extremläufer in Korinth angekommen – fünf Tage schneller als geplant.

Heilbronn/Athen - Jürgen Mennel hat es geschafft. Am Mittwochabend ist der Extremläufer in Korinth angekommen – und damit fast im Ziel.

Die letzten 90 Kilometer bis nach Athen sind nun nur noch reine Formsache. „Von mir fällt jetzt die ganze Spannung ab“, berichtet der 50-Jährige am Telefon aus seinem letzten Etappenort.

2100 Kilometer in 23 Tagen ist er gerannt, seit der Ausdauersportler am 20. September in Heilbronn gestartet war – fünf Tage schneller als geplant.

Nun will sich der Obersulmer Zeit lassen, um die letzten Kilometer hinter sich zu bringen, bis er am 21. Oktober ins alte Olympiastadion einläuft, rechtzeitig zum 2500-Jahr-Jubiläum des Marathon-Mythos. „Ein paar Kilometer rennen, baden, mal wieder richtig vespern“. So will er die letzten Teilstücke tageweise absolvieren.

Besonders auf das ungestörte Essen freut er sich. „Vorher wurde ich ja schon nervös, wenn ich im Restaurant eine halbe Stunde auf die Rechnung gewartet habe. Ich musste ja weiter.“

"Ich muss aufpassen wie ein Luchs"

Nun denkt er schon an den Triumph der Ankunft: Der griechische Sportminister will ihn im Ziel empfangen, das griechischen TV ist auch da.

Extrem

Im Rückblick sagt Mennel: „Der psychologische Druck war extrem.“ Eine kleine Gefahr besteht immer noch, wenn er sofort „auf Null“ schalten würde. „Mich jetzt einfach hinzulegen, ist mir nicht geheuer.“ Darum lässt Mennel es auslaufen, macht Frühsport und einen kleinen zusätzlichen 30-Kilometer-Jogging-Ausflug in die Berge. 

 

 

Info: Auf seiner Homepage www.athenlauf.de stellt Jürgen Mennel regelmäßig aktuelle Berichte und Fotos ein. Die Heilbronner Stimme berichtet als Medienpartner und Sponsor einmal pro Woche in der Kolumne "Athenlauf" über den Marathon. mut