Missbrauchsskandal: Eberhard von Gemmingen nimmt Jesuitenorden in Schutz (12.02.2010)

Interview - Die Fälle sexuellen Missbrauchs an Jesuitenschulen erschüttern auch Jesuiten selbst. Im Gespräch mit Stimme-Redakteur Adrian Hoffmann äußert Eberhard von Gemmingen, von 1982 bis 2009 Leiter der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan, seine Betroffenheit.

06.02.2010

Kommentare

14 Kommentare
  • 1
      managersos am 06.02.2010 09:05 Uhr

    Kinderschänder sind Straftäter auch unter dem...

    Im Namen Gottes Kinderschänder
    Die Kirche führt ihre eigen Ermittlungen jedoch nicht für die Gerechtigkeit der Opfer vielmehr um Rufmordschaden zu verhindern und die Täter aus den eigenen Reihen zu schützen. Das alles im Namen des Glaubens? Wer Kinderschänder vor Strafe schützt sollt sich schämen der Bevölkerung christlichen Glauben zu verbreiten. Bei den immer wieder aufgedeckten neuen Fälle dürften es sich mit Sicherheit nur um die Spitze des Eisbergs handeln. Wie lange akzeptieren die Christen das bis es das eigene Kind betrifft? Die Kirche schweigt wie immer und die kirchlichen Täter lehren den Menschen Gottes Gebote die selber nicht eingehalten werden.Wer Kinderschänder ist
    kein gläubiger Christ sondern ein Straftäter der übelsten Sorte. Wer dazu schweigt unterscheidet sich nicht von den Tätern!

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  • 2
      kaktuskaktus am 06.02.2010 10:07 Uhr

    Arroganz und Selbstherrlichkeit

    Der Pater von Gemmingen ist ein Salonjesuit,ein Dampfplauderer, der noch neulich in der Herderkorrespondenz die Medienarbeit des Vatikan kritisierte und nun durch seinen idiotischen Judenvergleich (Kindermissbrauch ist ein Verbrechen, welche Verbrechen haben Juden begangen?) seine medienpolitische Ahnungslosigkeit und seinen latenten Antisemitismus offenbart. Dieser Stümper war jahrelang Leiter des dt. Radio Vatikan!!!

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  • 3
      danielherr am 06.02.2010 13:00 Uhr

    kirche

    die kirche ist und bleibt das grösste verbrecher volk die machen das schon jahrhundert lang ..aber das thema kirche anzusprechen ist wie als wenn man die meinung über ausländer sagt und da ich ein heide bin werde ich voll in die hölle kommen laut kirche ------ da freue ich mich jetzt schon drauf und hoffentlich sagt der liebe gott bescheid das ich komme

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  • 4
      wirwilhelm am 06.02.2010 13:29 Uhr

    Du kommst nicht wegen

    dem was du vermutest in die Hölle, sondern weil du die deutsche Sprache in der Schriftform schändest zwinkern

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  • 5
      danielherr am 06.02.2010 13:40 Uhr

    lala

    jo ist mir egal.......
    ich bin ein ossi und habe in der schule die deutsche sprache nicht als schriftform gelernt sonder als zeichen und punkte .... so nun weist es und ich habe mich zu meinen schwächen gestellt.... stellt sich die kirche zu ihren schwächen..... ich glaube nicht...

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  • 6
      bluffer1  (2) am 06.02.2010 13:50 Uhr

    Der verklemmte

    Papst soll das Zölibat abschaffen, dann braucht die katholische Kirche auch nicht soviel heimliche Alimente ihrer Priester bezahlen und mancher würde wohl eher wieder ein Priesteramt übernehmen.

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  • 7
      dirk001 am 06.02.2010 23:02 Uhr

    bleibt objektiv

    Kindesmissbrauch ist sicherlich das Schlimmste was einem Kind oder einem Jugendlichen angetan werden kann, noch dazu von Menschen die zu seiner/ihrer Erziehung besonders beauftragt wurden.
    Doch dürfen wir alle hier nicht vergessen das zum einen die meisten Missbrauchsfälle innerhalb der Familie bzw. der nächsten familiären Umgebung stattfinden und zum anderen doch das Beispiel des Lauffener Gymnasiums vom letzten Jahr deutlich macht , das Fälle von sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche im schulischen Umfeld mitnichten nur in katholischen Schulen mit dem Zölibat unterliegenden Lehrkräften geschieht. Die rechtliche Ahndung der Straftaten ist sicherlich an erster Stelle durchzuführen, aber nicht vergessen dürfen wir die Aufklärung der Kinder und Jugendlichen, das sie sich an eine unabhängige Stelle wenden können , wenn sie auch nur den Verdacht haben , das ein Lehrer / Erzieher oder auch Jugendbetreuer in einem Verein sich ihnen mehr als dem sittlich zuträglichen Maße nähert um solche Fälle für die Zukunft früher zu erkennen und zu verhindern. Prävention und Aufklärung ist der Schlüssel dazu, den Missbrauch an Kindern und Jugendlichen zu verringern. Pauschalierte Vorwürfe u.a. auch an katholische Priester oder Lehrer an solchen Schulen halte ich hier für eher kontraproduktiv.

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  • 8
      kirchenfreund am 06.02.2010 21:41 Uhr

    Moment mal!

    Noch nie habe ich so unsachliche Kommentare gelesen.

    Es mag sein Heidentum "ikonenhaft" vor sich hertragen, wer will. Es soll sich auch jeder als Mitkämpfer des "Spiegel" gegen die Kirche gerieren können und als eine Art intellektuelle Avantgarde fühlen dürfen. Dies ändert aber nichts daran, dass es unverschämt ist, die Kirche als Heimat des Glaubens vieler Millionen Menschen so abzutun.

    Zur Sache selbst: Der gute Pater v. Gemmingen kann nicht für die Kirche sprechen. Die "Stimme" war sicherlich auch nicht gut beraten (wollte sie das überhaupt sein?), das Interview isoliert und ohne weitergehende Recherche über die Handhabung in solchen Fällen abzudrucken. Wäre das geschehen, dann wäre klar geworden, dass es in der hiesigen Diözese - wie in anderen auch - eine strikte Anordnung gibt, nach der sich im Falle des Bekanntwerdens eines solchen Vorwurfs ein eigens hierzu eingesetztes und fachkundig besetztes Gremium sofort, sorfältig und gründlich mit der Angelegenheit befasst und die nötigen Veranlassungen trifft.

    Wer das abtun will, der möge es tun.

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 9
      henschel am 06.02.2010 22:02 Uhr

    @kirchenfreund

    Ihren Ausführungen nach, ist bei diesen internen Regeln offensichtlich nicht daran gedacht, derartige Vorkommnisse kompromisslos zur Anzeige zu bringen, zumindestens ist dies nicht hier ausgeführt worden.

    Auch im Interesse der Kirchen wäre es sehr angebracht, das nicht nur irgendwelchen internen Gremien zu überlassen, da hier in jedem Falle eine Befangenheit vorliegt und dabei die Opfer eher eine untergeordnete Rolle spielen, gegenüber dem Ansehen der Kirche.

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  • 10
      wirwilhelm am 06.02.2010 23:08 Uhr

    Hoppla

    „Ein eigens hierzu eingesetztes und fachkundig besetztes Gremium“ kann doch nur ein deutsches Gericht sein, sonst hätten wir, wie schon zu früheren unseligen Zeiten, durch die Religion wieder einen Staat im Staate. Will das jemand?

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  • 11
      saporo  (47) am 07.02.2010 01:30 Uhr

    wirwilhelm

    wir haben doch eine die GENAU das anstrebt. Eigene Regeln, eigene Gerichtsbarkeit, wird in England schon zelebriert.
    Ich denke sämtliche Religionen gehören entmachtet.
    Sie bringen alle nur Unheil über unser Land

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  • 12
      galopper99  (50) am 06.02.2010 23:57 Uhr

    Skandal

    unter dem Deckmäntelchen der Kirchen kann man gar trefflich v..........

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  • 13
      mvoelkel  (24) am 07.02.2010 09:15 Uhr

    Meinungen und Kommentare

    zur Kirche sind legitim, das man aber nun ALLE für Wenige büßen läst, ist doch nicht in ordnung.

    In der Vergangenheit hat es Fehltritte unter den Kirchen gegeben. Hier ist die Kirche nun dabei, Vergangenheit zu bewältigen, als Beispiel kann die Aufarbeitung von Mißhandlungen bei Heimkindern aus den 50er bis späten 70er Jahren aus der Ära "Führsorge" genannt werden.

    Letztendlich muß die Kirche diese Mißbräuche und Mißhandlungen, der weltlichen Gerichtsbarkeit übergeben, wie kirchenintern damit verfahren wird, geht mir und anderen Außenstehenden nichts an .

    Die Frage die ich mir stelle:
    Sind Kindesmißbräuche von Menschen ausgeführt die eine
    falsche sexuelle Prägung auf Kinder haben, therapierbar oder ist diese Prägung auf das Kinder so fest verankert, wie z.B. die
    Fehlprägung von Tieren wie es Konrad Lorenz an Graugänsen bewiesen hat ?

    Auf diesen Kommentar antworten
  • 14
      authari am 11.02.2010 20:15 Uhr

    Denn er weiß nicht was er sagt ...




    Zitat von von Gemmingen:

    Es sind etliche nicht erstaunt, weil sie von der Kirche immer schon schlecht gedacht haben. Sei es aufgrund von persönlichen Erfahrungen, sei es aufgrund von Vorurteilen. Sei es aufgrund von simpler Unbildung. Aber die Leute, die mit der Kirche solidarisch sind, sind natürlich traurig darüber, sehr traurig. Und auch enttäuscht. Aber ich kann da nur Romana Guardini (katholischer Religionsphilosoph) zitieren: Wer an der Kirche nicht leidet, der liebt sie nicht.



    Clericis laicos infestos oppido tradit antiquitas, quod et praesentium experimenta temporum manifeste declarant …
    Die Vergangenheit zeigt, dass die Laien den Geistlichen äußerst feindselig gegenüberstehen, auch die gegenwärtigen Beispiele bestätigen dies eindeutig …
    Bulle Clericis laicos von Papst Bonifaz VIII. aus dem Jahr 1296

    Pater Eberhard befindet sich mit seiner Klage über die ach so ungerechte Behandlung der Jesuiten nach dem Bekanntwerden zahlreicher Missbrauchsfälle also in bester Gesellschaft.
    Zunächst muss ich Pater Eberhard Recht geben, denn auch ich habe persönliche negative Erfahrungen und ich habe Vorurteile, die zu einer ablehnenden Haltung der Kirche gegenüber führen. Und wahrscheinlich liegt das auch an meiner unzureichenden Bildung (obwohl ich das Wort gegebenenfalls meiner Muttersprache verstehe).
    Pater Eberhard gibt sich in diesem Interview allerdings redlich Mühe, mein bisheriges Urteil und meine Haltung zur Kirche zu bestätigen.

    Offenbar fördern dem Zölibat unterworfene Organisations-Strukturen den Missbrauch von Jugendlichen (und Erwachsenen). Die Vertuschung dieser Verbrechen ist innerhalb dieser Organisationen üblich.
    Dieser Wahrheit sollten sich die Jesuiten und die Kirche stellen.
    Stattdessen reagiert Pater Eberhard mit dem altbekannten Reflex der Relativierung: Missbrauch gibt es auch anderswo und die Mehrzahl der Schüler wird gar nicht missbraucht und wir schaffen ja auch Gutes.
    Das jahrzehntelange Verschweigen und Vertuschen der Missbrauchsfälle im Orden rechtfertigt er durch ein anderes Menschen- und Gesellschaftsbild in früheren Zeiten, in denen der Missbrauch und das Schlagen von Frauen und Kindern seiner Meinung nach üblich waren. Kann denn der weltliche Zeitgeist als Rechtfertigung für einen geistlichen Orden dienen, der für sich eine privilegierte Kenntnis des göttlichen Willens und gottgefälliges Handeln beansprucht?
    In meiner simplen Unwissenheit gehe ich davon aus, dass es zu keiner Zeit gottgefällig war, gesellschaftlich benachteiligte Gruppen zu misshandeln. Gottlob, der Zeitgeist hat sich geändert, gottlob. (Wer war eigentlich für den damaligen Zeitgeist verantwortlich?) Eine Rechtfertigungsmöglichkeit entfällt nun jedenfalls.
    Das in erfrischender Offenheit geführte Interview legt drei wesentliche Schlussfolgerungen nahe:
    1. Die Vertuschung erfolgt im Orden systematisch. Der Gang an die Öffentlichkeit erfolgte aus Selbstschutz, um „bittere Pfeile“ und harte Schläge zu vermeiden.
    2. Der Orden ist nicht willens und nicht in der Lage ähnliche Verbrechen in Zukunft zu verhindern. (Interne Maßregelung durch Versetzung und Information der neuen Stelle!)
    3. Das Verhältnis von Staat und Kirche muss neu gestaltet werden. Es kann nicht sein, dass Täter, die schwerste Straftaten begehen kirchenintern gemaßregelt (Versetzung?) und nur gegebenenfalls der Strafverfolgung übergeben werden („Bitte zeige dich an“)
    Die Bulle Clericis laicos wurde übrigens 10 Jahre nach ihrem Erlass auf Intervention des französischen Königs widerrufen. Es bleibt zu hoffen, dass der Staat auch hier eingreift und mit der notwendigen Nachdringlichkeit für die Beachtung der Gesetze sorgt.

    Offensichtlich weiß der Mann gar nicht, was er da von sich gibt. Si tacuisses, Eberhard!
    Warum haben die Redakteure der Stimme den ehemaligen Kollegen von Radio Vatikan nicht vor sich selbst geschützt?

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