Heiße Erinnerungen an den kalten Krieg

Heilbronn - Ein ehemaliger US-Soldat beschreibt seine Zeit als Wachmann auf der Waldheide und als Frauenheld in der Stadt.



In Tarnkleidung ist Autor Doug DePew auf dem Titel seines Buchs abgebildet. Andreas Veigel
Heilbronn - Über Jahrzehnte prägten amerikanische Soldaten das Straßenbild in Heilbronn  Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Abzug der Pershing-Atomraketen sind heute nur noch wenige Spuren der US-Vergangenheit sichtbar.

Das Buch eines ehemaligen US-Infanteristen bringt viele Erinnerungen zurück. Als 18-Jähriger wurde Doug DePew 1986 nach Heilbronn geschickt, wo er zwei Jahre lang zu der Truppe gehörte, die für die Bewachung der Atomraketen zuständig war.

In dem Buch protokolliert DePew auf Englisch sein Leben als einfacher Soldat in Heilbronn von der ersten Bratwurst auf dem Frankfurter Flughafen über wilde Partys in der Ami-Kneipe Uncle Sam’s und in der Altstadt, gemeinschaftliche Bordellbesuche in der Sontheimer Straße, Messerstechereien du Massenschlägereien auf dem Volksfest, Katz- und Maus-Spielereien mit der Militärpolizei bis zu schier unglaublichen Frauengeschichten. Sein Dienst und die Begegnung mit Friedensdemonstranten spielen dabei nur eine Nebenrolle.

Heute arbeitet DePew als Lehrer in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Missouri. mfd