GKN-Erörterung ohne Atomkraftgegner

Neckarwestheim  Nach einer gut neunstündigen Sitzung am Dienstag geht der Erörterungstermin zum Abbau von GKNI heute in die nächste Runde.

Allerdings sind Einwender mit den Informationen der EnBW und dem Verlauf des Termins so unzufrieden, dass sie sich nur noch am Ende äußern wollen.

"Für rein zeremonielle Arbeit stehen wir nicht zur Verfügung", sagte Harry Block vom BUND. Er habe auch Nachfragen des Sitzungsleiters Gerrit Niehaus vermisst. "Das ist der schlimmste Erörterungstermin, den ich je erlebt habe", erklärte Block. 

Thematisch geht es in der Sitzung heute zum Beispiel um den Umgang mit radioaktiven Reststoffen.

Protest 

 

Bürgerinitiativen haben am Dienstag vor der Neckarwestheimer Reblandhalle gegen das Genehmigungsverfahren zum Abbau des Atomkraftwerks GKNI protestiert. Sie kritisieren unter anderem, dass während des 15 bis 20 Jahre dauernden Rückbaus nur zu Beginn des Verfahrens eine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen ist.

Herbert Würth, ein Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Atomerbe Neckarwestheim, sagte: "Die Folgen der falschen Abrisspläne betreffen viele Generationen, das darf nicht im Hauruck-Verfahren genehmigt werden." Rund 25 Zuhörer waren bei der Protestaktion zugegen. 

Aus Protest gegen das Verfahren bleiben die Bürgerinitiativen der Erörterung der rund 2500 Einwendungen in der Reblandhalle fern. Umweltminister Franz Untersteller, der in Neckarwestheim nicht dabei ist, bedauert, dass die Initiativen an der Diskussion nicht teilnehmen. Sie verzichteten damit auf ein Beteiligungsrecht. Die Kritik am Genehmigungsverfahren hält der Minister für unberechtigt. Er setze sich seit Jahren für den Atomausstieg und höchste Sicherheitsanforderungen ein. bor

 

 

 

bor