Ein Summton beschäftigt Willsbach

Obersulm  Ein mysteriöser Summton beschäftigt Anwohner des Obersulmer Ortsteils. Jetzt sucht die Gemeinde nach dem Verursacher. Unklar ist, ob der Ton überhaupt gegen Immissionswerte verstößt.

Von Heike Kinkopf

Der Summton sei täglich zu hören, sagt Michael Wengert aus Willsbach. Offenbar setzt ein mysteriöses Geräusch Bürgern im Ort zu. Die Gemeindeverwaltung Obersulm weiß um die Klagen. Woher der Ton kommt, ist ungeklärt. „Wir sind am Thema dran“, sagt Willsbachs Ortsvorsteher Armin Waldbüßer nach Gesprächen mit Obersulms Bürgermeister Tilman Schmidt.

Geräuschquelle: Gemeindeverwaltung hat einen Verdacht

Es gebe eine Vermutung, was die Ursache für den Ton sein könnte. Dem geht die Verwaltung nach, kündigt Waldbüßer an. Wenn feststeht, woher das Summen kommt, ist die nächste Frage, ob ein Verstoß gegen geltende Immissionsgrenzwerte vorliegt.

Bürger laufen zwar nicht Sturm, vereinzelt sind Schmidt und Waldbüßer aber Klagen zu Ohren gekommen. „Es scheint ein Problem zu sein“, bestätigt Schmidt. Er habe vor Wochen bei einer Veranstaltung einen Hinweis erhalten. Zwei, drei weitere Bürger meldeten sich im Rathaus.

Mal lange, mal kurz, auch in der Nacht

Das Problem: Der Ton lässt sich weder auf ein konkretes Gebiet noch auf bestimmte Uhrzeiten eingrenzen. Vor wenigen Tagen sei er zwischen 18 und 19 Uhr eine halbe Stunde lang zu hören gewesen, erinnert sich Wengert. Manchmal erklinge der „durchgehende Summton“ nur für Minuten. Zu hören sei er mehrmals täglich, auch an Sonntagen; besonders quälend empfinden Bürger ihn in der Nacht. An ein erneutes Einschlafen sei dann nicht mehr zu denken.

 Das Landratsamt Heilbronn hat immer mal wieder mit derartigen Phänomenen zu tun. Beschwerden wie „hier ist es zu laut“ oder „es stinkt“ geht die Gewerbeaufsicht nach. „Meist können wir dabei schon von vornherein zuordnen, woher zum Beispiel ein Pfeifton kommt“, sagt Hubert Waldenberger, Sprecher des Landratsamts. Dass es wie in Willsbach keine konkreten Anhaltspunkte für das Entstehen des Tons gibt, macht die Suche nach der Ursache nicht einfacher. Es steht nicht einmal fest, ob er überhaupt im Gewerbegebiet seinen Ursprung hat.