Atos wird Klinik nicht übernehmen

Möckmühl  Zu einem Engagement des privaten Krankenhausbetreibers Atos am SLK-Standort Möckmühl wird es nicht kommen. Das erklärte der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg nach einem Gespräch mit Unternehmensvertretern.

Von Reto Bosch

Ende März war bekannt geworden, dass Atos grundsätzliches Interesse an der Möckmühler Klinik hat. Die Stadt-Landkreis-Kliniken (SLK) wollen den Krankenhausbetrieb dort einstellen und ein ambulantes medizinische Zentrum einrichten. Foto: Archiv/  Dennis Mugler

Zu einem Engagement des privaten Krankenhausbetreibers Atos am SLK-Standort Möckmühl wird es nicht kommen. Das erklärte der Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg nach einem Gespräch mit Unternehmensvertretern. Hauptproblem sei, dass nicht genügend Planbetten zur Verfügung stehen.

Ende März war bekannt geworden, dass Atos grundsätzliches Interesse an der Möckmühler Klinik hat. Die Stadt-Landkreis-Kliniken (SLK) wollen den Krankenhausbetrieb dort einstellen und ein ambulantes medizinische Zentrum einrichten. Aus regulatorischen Gründen darf Atos in seiner Heidelberger Klinik keine gesetzlich versicherten Patienten aufnehmen und abrechnen. Daher sucht der Betreiber (Schwerpunkt Orthopädie) mit Hauptsitz in München nach einem Krankenhausstandort mit einer entsprechenden Zulassung.

Atos-Geschäftsführer bedauert den Rückzug

"Wir haben zu wenig Planbetten und können keine abgeben", sagte Piepenburg nach dem Gespräch. Möckmühl und der Plattenwald in Bad Friedrichshall würden als wirtschaftliche Einheit geführt. Zudem, so der Landrat, sei es nicht im Interesse der SLK, Konkurrenz vor der Haustüre zu bekommen.

Atos-Geschäftsführer Martin von Hummel bedauert, dass sein Konzept den Landrat nicht überzeugt hat. "Ich kenne die Details des SLK-Konzeptes nicht, kann aber nachvollziehen, dass man die Leistungen an großen Standorten konzentrieren möchte", sagte er auf Anfrage dieser Redaktion.